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¬ Bonded By Blood (Victimizer, Abysmal Grief, Ram, Toxic Holocaust, etc)


Ort: Itzehoe, GER
Datum: 03.+04.06.2006
Bands: Victimizer ; Abysmal Grief ; Suicidal Winds ; Blood Thirsty Demons (Freitag) ; The Damnation ; Nebular Mystic ; Titan Steele ; Ram ; Toxic Holocaust (Samstag)


Trotz cooler Location und super Billing hatte es das Bonded By Blood Festival, das dieses Jahr zum ersten Mal im Itzehoer Lichtspielhaus von statten ging, alles andere als leicht, musste es im Vorfeld doch nicht nur den Absprung zweier Bands (Dekapitator und Pressure) verkraften, sondern sich darüber hinaus auch noch das Austragungsdatum mit dem Rock Hard Open Air, dem Festung Open Air, sowie nicht wenigen Pfingstfeten teilen. Mit Suicidal Winds, Ram und Titan Steele wurden die Verluste im Lineup jedoch erstklassig kompensiert und auch wenn insgesamt nicht übermäßig viele Fans aufkreuzten, so war die Stimmung doch richtig Klasse und der Event als solcher ein voller Erfolg!! Also nehmt euch ruhig ein paar Augenblicke Zeit und lest euch durch, was am Pfingstwochenende in Itzehoe metal-technisch alles abgegangen ist...

Freitag, 03.04.2006

     

Die in den meisten Fällen doch eher unliebsame Aufgabe, das Festival zu eröffnen und den noch etwas verhaltenen Fans ein ersten Mal einzuheizen, kam dieser Tage den dänischen Oldschool Thrashern Victimizer zu, die sich davon jedoch nicht lumpen ließen und sogleich ein saftiges Pfund vorlegten!! Dreckig, rotzig und voll von wüster Energie gaben die fünf Metalmaniacs von Anfang bis Ende Vollgas und knüppelten dabei was das Zeug hielt!! Ganz im Stile von rumpelig-knüppelharten 80er Helden wie Sodom, Destruction und Slaughter wurde hier eine mordsmäßige Headbangerhymne nach der anderen aus dem Ärmel geschüttelt und dabei ein beinahe tödlicher Speed Metal Orkan entfacht!! Von eigenen Krachern wie "Pride Of The Zombie Squad" und "Speed Metal Nightmare" bis hin zu Monstercovern wie Exodus' "Piranha" und Slayer's "Evil Has No Boundaries" versetzte uns das Victimizer'sche Oldschool Inferno einen Satz heiße Ohren nach dem anderen und die Fans vor der Bühne wussten's den wild abgehenden Victimizern mit mächtig viel Applaus und nicht minder viel Headbanging zu danken!! Zum Abschluss gab's dann noch mal ein gigantisches Finale in Form der tödlich-geilen Speed Metal Granate "Flamethrower Madness", einem wahrhaftigen Killerteil, welches hier von Victimizer Schreihals J. Killheimer und Denial Of God Frontmann Ustumallagam in einem gnadenlos guten Duett zum Besten gegeben wurde!! Ein höllischer Schlusspunkt unter ein mordsmäßiges Oldschool Thrash Gemetzel!!

Victimizer Playlist: Intro (Return Of The Living Dead) ; Reap The Nuclear Whirlwind ; Hell Made Metal ; Bonebreaking Armageddon Metal ; Victimizing Blitzkrieg ; Pride Of The Zombie Squad ; Piranha (EXODUS-Cover) ; Pentagram Warfare ; Circle Of Annihilation ; Speed Metal Nightmare ; Hellwhore ; No Escape From The Jaws Of Hell ; Evil Has No Boundaries (SLAYER-Cover) ; Flamethrower Madness

     

Nach diesem fiesen Gebolze zum Einstand, ging es im Folgenden um einiges gemächlicher und andächtiger zur Sache, jedoch keinesfalls weniger mitreißend...  denn nun war die Zeit gekommen für die italienischen Horror Doomer Abysmal Grief, die sich alsdann anschickten, den anwesenden Fans das Blut in den Adern gefrieren zu lassen!! Die Bühne war mit Kreuzen und Kerzen überaus stilecht geschmückt und auch die vier Musiker selber machten optisch eine wirklich kultige Figur: Gitarrist Regen Graves erschien in eine düstere Rockerkluft gehüllt, Basser Lord Allastair lugte unter einer stimmige Mönchskutte hervor und Sänger/Keyboarder Labes C. Necrothytus wirkte mit seinem pikfeinen Anzug wie ein völlig irrer Mafiosi!! Gleich zu Beginn des Gigs erfüllte dichter Nebel den Raum und Abysmal Grief legten mit dem monströsen Doom Metal Monster "Hearse" von ihrer gleichnamigen 7" Single einen fulminanten Start hin!! Sofort sprang der pechschwarze Funke über und wie in Trance begannen die Fans sich mit Leib und Seele Abysmal Grief hinzugeben!! Hier lag wahrlich schwarze Magie in der Luft und Labes C. Necrothytus wirkte hinter seinem zur Kanzel zurechtgemachten Keyboard wie ein vom Teufel höchstpersönlich besessener Priester des schwarzen Metalls... von ehrfürchtigen Gesten begleitet, ließ er seine von pechschwarzem Pathos getränkte Stimme zu gigantischen Doomwalzen wie "Creatues From The Grave" und "Exsequia Occulta" erklingen und fesselte die völlig verdutzten Fans wie lammfromme Schafe an seine Lippen!! Dem düsteren Bann, der hier in schwarzmetallener Art und Weise gesprochen wurde, vermochte sich wahrlich niemand zu entziehen und so wurde der Auftritt Abysmal Griefs mit jedem neuen Song nur noch weiter zum vollkommenen Triumphzug!! Eiskalte, schleppende Doom Parts kollidierten förmlich mit schnelleren 70s Rock und 80er Metal-Einlagen und vom irrsinnigen Instrumental bis zur stilechten Coverversion ("Chains Of Death" von Death SS) gab die Setlist wirklich alles her, was sich der geneigte Fan auch nur zu wünschen träumte!! Einen erhabeneren, magischeren und schlichtweg fantastischeren Auftritt hab ich wirklich selten erlebt!! Hier stimmte einfach alles und ich bin mir sicher, dass ich diesen Mordsgig auch in vielen Jahrzehnten noch als eines der besten und packendsten Konzerte, denen ich jemals beiwohnen durfte, in Erinnerung behalten werde!! Wer auch immer ein Herz für kultig-schaurige Horror Filme und wahnwitzig-dunklen Doom Metal hat, für den stellen Abysmal Grief nichts weiter als eine waschechte und unvergessliche Offenbahrung dar!! Solltet ihr diesen genialen Gig also tatsächlich verpasst haben, dann fangt besser jetzt schon mal an zu beten, dass sich euch irgendwann noch einmal die Chance bietet, Abysmal Grief on stage bewundern zu dürfen!!

Abysmal Grief Playlist: Hearse ; The Necromass... ; Creatures From The Grave ; Exsequia Occulta ; Open Sepulchre ; Mysterium Umbrarum ; Mors Eleison ; The Samhain Feast ; Chains Of Death (DEATH SS-Cover)

     

Suicidal Winds aus Schweden waren die nächsten im Bunde und obschon sie eine engagierte Show boten, wollte mich ihr derber und primitiver Black/Death Metal nicht so wirklich vom Hocker hauen. Derart heftiges Geknüppel ist mir dann doch 'ne Nummer zuviel des Guten, so dass ich es lieber den anwesenden Freunden härterer Klänge überlassen hab, während dieses Konzertes die Matte zu schwingen und für Stimmung zu sorgen...

Suicidal Winds Playlist: -

     

Bei den italienischen Horror Metal Freaks von Blood Thirsty Demons fühlte ich mich dann schon deutlich wohler, immerhin haben wir von diesem kauzigen Dreigespann ja auch schon mal 'ne Splitsingle über Metal Coven Records rausgehauen. Da war's dann natürlich Ehrensache, dem Blood Thirsty Demons'schen Deutschlanddebüt nicht bloß beizuwohnen, sondern die Band auch abzufeiern was das Zeug hält!! Und dazu gab's dann auch massig Gelegenheit, rissen Sänger/Gitarrist Cristian Mustaine und seine beiden Mitstreiter and Bass und Schlagwerk doch zweifelsohne eine wahnwitzig-geile Show vom Stapel!! Das Stageacting war wild und entfesselt, das Zusammenspiel straight und punktgenau und die Songauswahl nicht nur allererste Sahne, sondern auch gespickt mit einigen tollen Überraschungen!! Von Death SS-mäßigem Horror Metal über Nasty Savage-artigen 80er Thrash bis hin zu Black Sabbath-ähnlichem Doom Metal reichte die Palette und ganz egal ob es die Blood Thirsty Demons nun langsam und schleppend dröhnen ließen oder ob sie das Gaspedal ordentlich durchdrückten, sie wussten immer auf ganzer Linie zu überzeugen!! Zwar steckte dem Publikum zu vorgerückter Stunde die Müdigkeit schon etwas in den Knochen, doch nach und nach pilgerten mehr und mehr Leute vor die Bühne, um dieser superkultigen Band eine geile Stimmung zu bescheren, wie sie furiose Metal-Geschosse ala "Blood Thirsty Demons", "Time To Die", "In The Grave" und "Welcome To My Funeral" auch redlich verdient hatten!! Neben den wirklich überragenden Eigenkompositionen gab's dann auch noch drei geschickt gewählte und fetzig gespielte Covertracks zu hören, nämlich den majestätischen Death SS-Hit "Vampire", ein kultiges, aus "Black Sabbath", "Paranoid" und "Iron Man" zusammengesetztes Black Sabbath-Medley, sowie - als krönender Abschluss - eine absolut irrsinnige Neuinterpretation des Black Widow Obskurrockers "Come To The Sabbath"!! Bei solch geballter Metal Madness war's dann auch wirklich nicht verwunderlich, dass die Fans nach dem Ende des Auftritts noch lange nach einer (leider nicht gegebenen) Zugabe grölten und johlten und der erste Tag des Bonded By Blood Festivals somit ein wahrhaft pfundiges Ende fand!!

Blood Thirsty Demons Playlist: Intro/Blood Thirsty Demons ; Time To Die ; Upon The Cross ; Vampire (DEATH SS-Cover) ; Sabbath ; This Is My Death ; Black Sabbath Medley (BLACK SABBATh-Cover) ; Necromancer ; Horror ; Symphony From The Graves ; In The Grave ; Welcome to My Funeral ; Let The War Begin ; Come To The Sabbath (BLACK WIDOW-Cover)

     

     

Samstag, 04.04.2006

Der Samstag begann dann gleich mal etwas holprig, denn einem Verkehrsunfall (an dem wir glücklicherweise unbeteiligt blieben) und - damit einhergehend - einer etwas länger andauernden Straßensperrung sei Dank kamen wir erst mit reichlich Verspätung wieder in Itzehoe an, so dass der Opener, die hamburger Death Metal Kapelle The Damnation, bereits fertig war, ehe wir überhaupt einen Fuß ins Lichtspielhaus setzten... unter diesen Umständen werden's mir dann wohl auch hoffentlich die Fans der Band verzeihen, dass ich an dieser Stelle weder mit Fotos, noch mit einem kurzen Review des Auftritts glänzen kann.

The Damnation Playlist: -

     

Ähnlich sieht's bei den norwegischen Black Metallern von Nebular Mystic aus, denn obschon ich während ihres Auftritts zur Stelle war, konnte ich mit der Mucke selbst irgendwie gar nicht so wirklich was anfangen, so dass hier das selbe gilt, wie am Vortag für Suicidal Winds: die Jungs haben ihre Sache zweifelsohne gut gemacht und sich mächtig reingehängt, meine musikalische Baustelle war's aber leider Gottes nicht so wirklich.

Nebular Mystic Playlist: Legions ; Children Of Black Hearts ; Suspended In Chains ; Kingdom Of Death ; Serpent ; Forradt : Father Of Sin ; Songs Of Madness ; Wrathchild ; Necrotic

     

Titan Steele, die Nachfolgetruppe der norddeutschen Epic/Heavy Metal Institution Ritual Steel, hatte es im Folgenden schon leichter, mich auf ihre Seite zu ziehen... und dabei sah's anfangs doch recht finster für die Band aus, musste man aufgrund des kurzfristigen, krankheitsbedingten Ausfalls von Ersatzbasser Zülle doch gänzlich ohne Tieftöner an den Start gehen. Kein leichtes Unterfangen, doch Titan Steele taten in dieser brenzlichen Situation das einzig richtige: Sie pfiffen auf jeglichen professionellen Anspruch und dergleichen und zockten einen lockeren, spaßigen und völlig zwanglosen Metal-Gig, bei dem es wirklich niemanden kümmerte, ob das Zusammenspiel an einigen Stellen etwas wacklig war oder sich hier und dort mal ein Verspieler einschlich... viele andere Bands hätten ihren Auftritt unter diesen Bedingungen wohl abgesagt und ihre Fans im Regen stehen lassen, doch für Titan Steele war so etwas zu keiner Sekunde eine Option!! Mit alten Ritual Steel-Krachern wie "Commandment Of The Solar Maiden" oder "Bitter Blood" und brandneuen Geschossen wie "Red Steele" oder "Holsteinian Force" gleichermaßen erstklassig bewaffnet, zogen die vier bestens aufgelegten Mucker in die Schlacht und rissen die anwesende Meute voll und Ganz auf ihre Seite!! Vor der Bühne herrschte Zeitweilens wirkliches Drängeln, Quetschen und Schieben, so gerammelt voll war es!! Zwar hätte sich Frontmann Sascha "Sir Lord Doom" Maurer die eine oder andere reichlich bescheuerte Ansage auch sparen können, doch wen stört so was noch, wenn sich auf der Bühne eine ungemein spielfreudige und sympathische Truppe von einer kultigen Pose in die nächste wirft und dabei eine echt mitreißende Show abzieht!! Und da man Titan Steele an diesem Abend weiß Gott nicht zu früh von der Bühne lassen wollte, bekamen wir mit dem coolen Savatage-Cover von "Sirens" auch noch eine wirklich geile und noch mal übelst abgefeierte Zugabe zu hören!! An diesem Auftritt kann sich so mancher verbissene Musikerpolizist ruhig mal ein leuchtend-helles Beispiel nehmen, denn hier und heute haben Titan Steele unmissverständlich den Beweis dafür eingebracht, dass Witz, Engagement, Spielfreude und Fannähe weitaus mehr zählen als ein geradezu pedantischer Hang zur Perfektion und ein stets bierernster Blick auf jeden noch so kleinen Spielfehler... am Ende sind's die Fans, die entscheiden, was ankommt und was nicht und im Falle Titan Steele kann man diesbezüglich nur von einem Triumph auf ganzer Linie sprechen!! Danke Jungs, dass ihr euch auch von den misslichen Umständen nicht habt klein kriegen lassen und dass ihr uns trotz allem solch eine geile Metalparty beschert habt!!

Titan Steele Setlist: -

     

Mit Ram stand nun - zumindest für die Traditions- und Powermetaller unter den Fans - mit Sicherheit diejenige Band an, deren Auftreten am meisten entgegen gefiebert wurde!! Denn mit einer schier göttlichen MCD und einem nicht minder genialen Album, sowie mit einer ganzen Reihe an wahrlich fulminanten Livegigs, haben sich Ram in den letzten Jahren einen wahrlich gigantischen Ruf und eine treue Gefolgschaft im Underground erspielen können!! Und ebendiese Metalmaniacs wollten den Auftritt ihrer Lieblinge natürlich um keinen Preis verpassen!! Und das war auch gut so, denn die Band um den energischen Frontman Oscar Carlquist zog von Anfang an alle Register ihres Könnens und bot eine schweißtreibende Metalshow, die den Hallenboden wahrhaftig zum Beben brachte!! Stellt euch einfach mal vor, man würde Judas Priest zu unschlagbaren "Painkiller" Zeiten in einen Topf werfen mit unsterblichen Power Metal Highlights wie Agent Steel's "Skeptics Apocalypse", Liege Lord's "Master Control" und Metal Church's sagenhaftem Debütalbum und ihr dürftet in etwa wissen, was euch erwartet, wenn Ram ihre gewaltigen True Metal-Raketen abfeuern!! Heavy, kraftvoll und energiegeladen geht es zur Sache - songwriterisch wie spielerisch auf stets grandiosem Niveau - und auch was die Show anbelangt, so bleiben keine Wünsche offen!! Wehende Haare und wilde Posen soweit das Auge reicht!! Wenn Ram Vollgas geben, dann bleibt niemand mehr seelenruhig auf seinem Hosenboden sitzen und so war's dann auch kaum verwunderlich, dass die Meute vor der Bühne völlig außer Rand und Band war und wie verrückt zu gigantischen Power Metal Granaten wie "Shadowman", "Breaking through", "Infuriator", "Machine Invaders" und "Sudden Impact" feierte!! Diese Band ist einfach nicht zu stoppen und als sie dann auch noch - als kleine Hommage and die vielen anwesenden Metalfreaks aus Dänemark - ein absolut kult-verdächtiges Mercyful Fate Cover (leider kann ich mich nicht mehr dran erinnern, welcher Song es war... kann aber gut sein, dass es "Evil", "Curse Of The Pharaohs" oder 'n anderer Klassiker von den ersten Alben war) an den Start brachten, dann war eh alles in trockenen Tüchern und Ram standen als einer der ganz großen Gewinner des Abends fest!! Diese Band ist schlichtweg eine Macht und ich freu mich jetzt schon wieder diebisch darauf, sie im September auf dem Swordbrothers Festival erneut live-haftig zu Gesicht zu bekommen!!

Ram Setlist: -

     

Nach dem mächtigen Ram-Gig hätte man durchaus denken können, dass es für den Headliner, nämlich Toxic Holocaust aus den USA, alles andere als einfach sein würde, den hohen Stimmungspegel zu halten... aber von wegen!! Dieser Band hängt in Untergrundkreisen nicht zu Unrecht der Ruf einer absoluten Kultinstitution an und so schafften es Mastermind Joel Grind, sowie seine extra für diese Tour angeheuerten Mitstreiter Sebastian (Earth Flight, Excoriate) an den Drums und Steve (Repent, Excoriate) am Bass, dann auch mühelos, zum  Abschluss noch mal eine ganze Salve an mordsmäßigen Black/Thrash Abrissbirnen durch die Halle fegen zu lassen!! Ganz im Sinne von alten Kulttruppen vom Schlage der frühen Venom, Bathory, Sodom, etc ging's hier ruppig, fies und schwarz wie die Nacht zur Sache und den Fans wurde zu später Stunde noch einmal alles abverlangt!! Dabei schmetterte das kultige Powertrio nicht nur wirklich tolle und sofort ins Mark gehende Headbangerhymnen, sondern bot auch eine wirklich erstklassige und vor Spielwitz und Leidenschaft nur so strotzende Show, die selbst die müdesten Krieger noch mal einige Kraftreserven mobilisieren ließ!! Einen cooleren Abschluss hätte sich dieses geile Festival gar nicht wünschen können und für die Fans war's natürlich auch etwas ganz besonderes, eine live-technisch doch sehr rare Kultmetallschmiede wie Toxic Holocaust einmal in voller Action erleben zu dürfen!! Da bleibt echt nur zu hoffen, dass sich der Herr Grind demnächst mal 'ne feste Backingband zusammensucht und sich öfter mal zu solch tollen Gigs hinreißen lässt, oder aber, dass er zumindest alle Nas' lang wieder in Deutschland vorbeischaut, seine beiden Mucker von dieser Tour mit einpackt und noch das ein oder andere derart kultige Konzert aus dem Boden stampft!!

     

Tja, was bleibt also für's erste Bonded By Blood als Fazit... klar, ihr könnt's euch sicher denken, bei solch einem super Wochenende voll von coolstem Heavy Metal aller Spielarten war sicher für jeden Geschmack mehr als nur eine Band dabei und somit kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass auch nur ein einziger der zahlenden Gäste enttäuscht wieder abgezogen ist... wer auch nur im Entferntesten etwas mit dem metallenen Undergroundtreiben am Hut hat, für den dürfte das Bonded By Blood ohne Frage ein unvergessliches Erlebnis dargestellt haben!! Und solltet ihr, weshalb auch immer, dieses Mal noch nicht dabei gewesen sein, dann lasst euch das eine Lehre sein und bleibt beim nächsten Mal bloß nicht wieder daheim!! Dieses Festival von Fans für Fans hat eure Unterstützung mehr als redlich verdient und im Gegenzug könnt ihr euch sicher sein, einige absolut gigantische und einzigartige Undergroundacts der absoluten Spitzenklasse zu Gesicht zu bekommen und mit lauter bestens aufgelegten Leuten eine super Party zu feiern!! Und wenn das nichts ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter... also schaut ruhig von Zeit zu Zeit mal auf www.bonded-by-blood.de vorbei und haltet euch den Termin für's BBB2 um Gottes Willen frei!!

     

by Tobi (26.06.2006)

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