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¬ Darkest Path of Horror (Denial of God, Aeba, etc)


Ort: Itzehoe, GER
Datum: 01.04.2006
Bands: Dawn of Blood, Nordafrost, Dawn of Blood, Denial of God


Nach über fünf Jahre abseits der Bühne luden die dänischen Horror Black Metaller Denial of God Anfang diesen Monats endlich wieder zum ghoulisch-gruseligen Live-Spektakel und da sie im Zuge ihrer Reise durch Europa auch im Lichtspielhaus in Itzehoe halt machten, war es quasi Ehrensache für mich, dem dunklen Treiben einen Besuch abzustatten. Also schnell noch ein paar Kumpels zusammengetrommelt, die Karre gesattelt und dann ab auf die Autobahn in Richtung Itzehoe! Dort angekommen hieß die erste Anlaufstation dann erstmal Dönermann, denn selbiger befindet sich genau neben dem Veranstaltungsort und lässt das Bier doch um einiges billiger über den Tresen wandern als das Lichtspielhaus, hehe. Mit ein, zwei Bierchen im Magen ging's dann irgendwann doch noch nach nebenan, wo sich kaum bekannte Gesichter blicken ließen, dafür aber 'ne Menge reichlich komischer Gestalten ihr Unwesen trieben... na ja, Black Metal Gigs sind halt bisher nicht so meine Welt gewesen und werden's - mit wenigen Ausnahmen wie eben Denial of God - wohl auch nie werden. Aber halb so wild, das passt schon...

        

Drinnen waren jedenfalls Dawn of Blood aus Bayreuth gerade dabei, den Abend zu eröffnen. Musikalisch boten sie zeitgemäßen, melodischen Black/Death Metal, wie er so gar nicht meine Baustelle ist und somit ging's dann auch erstmal an die Bar, ein Bierchen ordern und danach ab vor die Tür zum Quatschen und Trinken, wobei im Vorübergehen noch schnell ein affengeiler Denial of God Patch und 'ne mächtig coole Church Bizarre 7" Single (der aktuelle Release auf Horror Records, dem Kultlabel des Denial of God Gitarristen Azter) verhaftet wurden. Sorry, dass ich zu Dawn of Blood nicht viel wieder sagen kann, aber ich hab echt bloß 'nen halben Song oder so gesehen und das war's dann.

Als ich mich dann irgendwann wieder nach drinnen wagte, waren Nordafrost gerade in vollem Gange und entpuppten sich gleich mal als angenehme Überraschung. Das Dreigespann, das merkwürdigerweise in der Formation Gesang/Gitarre, Gitarre und Schlagzeug aufrockte, also weshalb auch immer keinen Basser an Bord hatte, zockte geilen Oldschool Black/Death Metal, der mich dezent an die ganz frühen Bathory erinnerte und sich wahrlich hören lassen konnte. Eingepackt in engagiertes Stageacting und eine packende Performance machten die düsteren Hymnen wirklich jede Menge Laune und ließen mich gleich mal zu den inzwischen eingetroffenen Andrea und Trine nach vorne stoßen und 'ne Runde die Matte durchschütteln.

Bei Aeba hätte mich dann eigentlich der Kieler Nationalstolz packen müssen, stammen die fünf in grimmiges Corpsepaint gehüllten Mannen doch aus der selben Stadt an der Ostsee wie ich. Leider Gottes konnte ich mit ihrem infernalischen Apocalyptic Black Metal alles andere als was anfangen, so dass ich die Bühne schnurstracks hinter mir ließ und nach 'ner kurzen Pause um 'n paar Fotos zu schießen weiter an den Tresen ging, um den inzwischen nicht mehr ganz so niedrigen Pegel weiter anzuheben. Die Band ist aber auch ohne meine Unterstützung bestens klargekommen, hatte sich doch wild abgehendes Pack vor der Bühne versammelt, das Aeba nach allen Regeln der Kunst abfeierte.

        

Nachdem dieser wüste Black Metal Orkan verklungen war, schlug endlich die große Stunde und Denial of God schickten sich an, die Toten mit ihrem infernalischen Grusel Sound aus den Gräbern zu erheben! Die Bühne war inzwischen stilecht mit umgedrehten Kreuzen, Grabsteinen und Chucky-mäßigen Horrorpuppen dekoriert und auch die Band bot - Zylinder, Umhang, Zombiemakeup und zerfetzten Kleidern sei dank - einen äußerst kultigen Anblick!! Musikalisch kroch der unheilige Vierer wie ein bedrohlich von Grab zu Grab huschender Untoter zwischen finsterem Black Metal ala Mayhem und Hellhammer und doomigem Horror Metal ala Mercyful Fate und Death SS hin und her und schuf einen markerschütternden, deutlich in den 80ern verankerten Schwarzwurzelsound vom Allerfeinsten!! Obwohl die Band stets knüppelhart und absolut kompromisslos zu Werke ging, bekamen die entzückten Fans hier kein planloses Gebolze und Getrümmer vorgesetzt, sondern vielmehr verpasste man ihnen einen schaurig-schönen Satz heiße Ohren in Form von meisterhaft arrangierten und ungemein vielschichtig gestalteten Horrorkeulen, die einem jeden Freund des Genres mit Sicherheit die Haare zu Berge stehen ließen!! Showtechnisch gaben Azter und seine Mitstreiter auch ihr bestes und begeisterten nicht nur mit wildem Headbanging und coolem Posing, sondern untermalten die beklemmend-schockierende Atmosphäre ihrer Songs auch noch mit allerlei netten Gimmicks, wie z.B. dem Abfackeln von umgedrehten Kreuzen oder dem Schmeißen von Maden und Innereien. Klar, diejenigen die was von dem ekeligen Zeugs abbekommen haben, haben im ersten Moment sicherlich ziemlich dumm aus der Wäsche geguckt, aber da ich in dieser Hinsicht Gott sei dank leer ausgegangen bin, hat's mir wirklich bombig gefallen, haha!! Und da ich nach dem Ende des Gigs auch noch das Glück hatte, meine Hände an eine der stilecht aufgemachten Tracklists zu legen, kann ich euch - nachdem ich Darkest Path Productions und dem Lichtspielhaus Itzehoe einmal mehr meinen Dank für einen superspaßigen Konzertabend ausgesprochen habe - abschließend auch noch mal alle Lieder, die Denial of God während ihres höllischen Gigs gezockt haben, aufzählen... und das sieht dann so aus:

Intro
Klabautermanden
Black Horror Metal
The Book of Oiufael
A Night in Transylvania
The Curse of the Witch
Follow those who died
Robbing the Grave of the Priest
Dethrone the Tyrant-God!

        

Weitere Infos: www.bloodzine.com

by Tobi (12.04.2006)

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