|
Home Visit our friends & allies!! |
Live ¬ Keep it true Festival 2005 Ort: Lauda-Königshofen, GER Keep it true Festival! Das heißt jedes mal auf's neue nicht bloß massig coole Bands vom allerfeinsten, was die Undergroundszene dieser (und vergangener) Tage so zu bieten hat, sondern auch immer Feiern und Trinken bis zum Umfallen... von daher nehm ich's lieber gleich vorweg und gestehe, dass euch hier bei weitem kein professioneller und peinlichst genau recherchierter Bericht erwartet, sondern doch eher bloß ein mehr oder minder kläglicher Versuch, die schemenhaften Erinnerungen, die in meinem Kopf noch so umherspuken, ein wenig zu ordnen und zu präsentieren... aber mal gucken, vielleicht wird's ja trotzdem (oder gerade deshalb) ein wenig Spaß bringen zu lesen... also ran an die metallenen Buletten! Warmup Party
Dennoch aber hat's nicht ganz gelangt, so dass die griechischen Upstarts Strikelight ihren - Augenzeugenberichten zufolge phänomenalen - Gig bereits hinter sich hatten und auch die holländischen 80er Helden Emerald bei unserer Ankunft bereits voll in Gange waren. Von daher wurd auch gar nicht lange gefackelt, sondern sich zu den himmlischen Klängen der Wahnsinnsballade "Suicide" im Eiltempo vor die Bühne gedrängelt, wo der Mob schon volle Kanne am toben war!! Emerald, deren Gig als der letzte ihrer Karriere angekündigt war, zeigten sich in allerbester Spiellaune und rundeten ihren Gig mit einem wahren Feuerwerk an Klassikern ab. Als wenn sie geahnt hätten, dass ich es nicht rechtzeitig zum Anfang schaffen würden, kloppten sie alle meine Lieblingstracks ans Ende des Konzerts, so dass ich mich wie im siebten Himmel fühlte, als nacheinander "Hell Racer", "Iron on Iron" und "D-Day" in absoluten Wahnsinnsversionen aus den Boxen schossen... Bert Kivits sang wie in der Blüte seiner Jugend und auch der Rest der Band, unterstützt von Hammerhawk Axeman Paul van Rijswijk, machte eine wahrlich fabelhafte Figur!! Das einzige, was diesen Mordsauftritt wirklich noch schöner machte als die schlichtweg geniale Musik selber, war im Anschluss daran die Nachricht, dass Paul von nun an fest bei Emerald einsteigen wird und uns diese überirdische Band somit noch länger erhalten bleibt!! Metalgötter, ich danke euch!!
Verschwitzt, erschöpft und reichlich abgefüllt stand nun der Weg in die rund 5 oder 6km entfernte Jugendherberge an, eine Reise die wir erst zu Fuß antreten wollten, einem hilfsbereiten und noch fahrtüchtigen Kumpel sei dank dann aber doch noch per Auto hinter uns bringen konnten... ein wirklich himmlischer Umstand, denn wie sich später herausstellte, wären wir zu Fuß sicher 2 oder 3 Stunden ohne Plan durch die Gegend geirrt, bevor wir unseren Schlafplatz, wenn denn überhaupt, erreicht hätten... so aber ging's mächtig zügig und wir hatten noch ordentlich Zeit, im Partykeller noch das ein oder andere Bier zu schlucken und uns mit mehr oder weniger viel Erfolg am Kickertisch zu versuchen... Festival
Bei Stormwarrior war für mich dann erstmal Pause und auch an Skullview kann ich mich irgendwie nicht mehr so richtig erinnern, obschon ich mir den Großteil des Gigs angeguckt hab und auch mächtig meinen Spaß dran hatte... somit gibt's dann leider nicht allzu viel hiervon zu berichten, außer dass sich der neue, obergeile Sänger hinter einem "Earthquake" Quimby Lewis keineswegs verstecken braucht und die Band allen Anscheins nach ein knüppeldickes US Metal Gewitter auf die Meute losließ...
Nach Slough Feg war der Rest für mich eigentlich nur noch Kür und somit ging's gleich mal rüber zum Metal Supremacy Stand, denn wenn ich über die Jahre eins gelernt hab, dann dass einen dort nicht nur jederzeit allernetteste Gesellschaft erwartet, sondern immer auch ein kühles Bierchen... folglich ging's mit meiner Fitness und Auffassungsgabe von da an auch rapide bergab, so dass ich die nachfolgenden fünf Gruppen bestenfalls noch mit Mut zur Riesenlücke zusammen krieg... aber hey, besser als nix, oder!?
Intruder haben wie schon vor ein oder zwei Jahren auf'm HOA bretterhart gethrasht, Ruffians ihren Gig gleich mit der superb eingesungenen Wahnsinnshymne "Fight for your life" losgekickt und Jag Panzer ihre allseits bekannten Livequalitäten einmal mehr mit einem Höllengig unterstrichen... Raven sind auf der Bühne eine Macht sondergleichen, dennoch aber weiß ich von ihrem Gig eigentlich überhaupt nix mehr und auch vom Headliner Virgin Steele kann ich mich leider Gottes nur noch dran entsinnen, dass sie "Veni, vidi, vici" gespielt haben, ich positiv überrascht von David DeFeis' quirlig-fideler Performance war und irgendwann im Anschluss an den Gig wieder das Licht in der Halle anging... zu dem Zeitpunkt war ich schon völlig weggetreten, doch glücklicherweise waren mit Martin und meinem Kumpel Julian vier helfende Hände zur Stelle, die mich schnurstracks zum Bus trugen, mit dem's dann auf direktem Wege zurück in die Jugendherberge ging, wo der Wahn- oder besser Unsinn noch weiter seinen Lauf nehmen sollte, aber glaubt mir, davon wollt ihr lieber nix wissen!!
Was bleibt also als Resümee? Das KIT war einmal mehr eine feuchtfröhliche und super beschallte Wahnsinnsparty vor dem Herrn, bei der's jede Menge coole Leute zum treffen und geniale Bands zum abfeiern gab, wobei ich mich in Bezug auf letztere schon jetzt auf die nächste DVD freu, die meine Erinnerungen hoffentlich etwas aufmotzen wird... ;) Besagte Scheibe wird dann auch gleich im kommenden April verhaftet, wenn das KIT seinen sechsten Anlauf nimmt und uns u.a. Mördertruppen wie Exciter, Wotan, Darkness, Riot oder Solitude Aeturnus beschert!! Das komplette Billing und alle weiteren wissenswerten Infos findet ihr bis dahin unter www.keep-it-true.de!! Ach ja, leider Gottes gibt's hier fast keine brauchbaren Bandphotos zu beäugen, daran ist aber ausnahmsweise mal nicht der liebe Alkohol schuld, sondern schlicht und einfach das Fehlen eines Fotopasses in Kombination mit einer leistungsschwachen Kamera und einem unter diesen Umständen viel zu weiten Fotograben... ;) by Tobi (24.11.2005) |