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Click here for reviews and comments about our current release,
Atlantean Kodex/Vestal Claret Split 12" MLP!!


Gorgon / Wytchkraft Split 7" Single (MCR-006)

Kult, die japanischen NWoBHM Liebhaber GORGON sind wieder mit neuem Material am Start, immerhin zwei Songs, davon eine Eigenkomposition und ein BLACK AXE "Highway Rider" Cover. Geboten wird roh gespielter, geradliniger Heavyrock, wie man ihn zwischen 1979 und 1982 recht häufig im Vereinigten Königreich auf obskuren und obskursten Singles zu hören bekam. Hier ein wenig BLACK AXE, da BLEAKHOUSE, dort scheinen BASHFUL ALLEY durch, für den großen Kommerz dann noch TRESPASS. Oder besser gesagt, GORGON machen bodenständige, ehrliche Rockmusik ohne kommerzielle Ambitionen, klingen ein wenig amateurhaft, dabei aber verdammt inspiriert. Grassroots Level, wie eben viele NWoBHM Bands auch. Spielerisch ist das okay, der Gesang wird dieses Mal mit viel Hall verstärkt in den Hintergrund gemischt, damit man Basser / Sänger Shiges grauseliges, aber liebenswert schräges Englisch nicht so ganz mitbekommt. "Highway Rider" scheint ein älterer Song, eine ältere Aufnahme zu sein. Der Gesang ist vordergründiger, läd ab und an unfreiwillig zum Schmunzeln ein ("Blaaack Highway Lidel", süüüüß - der Verf.), aber der Song schockt irgendwie. WYTCHKRAFT sind da ein wenig professioneller, haben einen kompakten Mid Tempo Düsterbanger namens "Metal Coven" eingespielt und lassen die mahlenden Powergitarren und fiesen Melodien ihre morbide Stimmung verbreiten. Auch hier hat die NWoBHM Pate gestanden, dazu vielleicht ein paar nihilistischere Heavykapellen aus Italien, zumindest aber eine davon. WYTCHKRAFT sind Brasilianer, hatten schon die Ehre auf Metalcoven Records, auf der Flipside der 7" waren damals die Italiener BLOOD THIRSTY DEMONS. Klingt gut, etwas spröde aber gut. Für Freunde des obskuren und nicht superprofessionellen, dafür aber umso ehrlicheren Heavy Metals VON FANS FÜR FANS ist das hier die richtige Sache. 8/10 (Sascha "Sir Lord Doom" Maurer @ Metal District)

Axewielder "Heavy Metal Law" Pic 10" MLP (MCR-005)

Was soll man eigentlich von Zeitgenossen halten, die sich Anfang des 21. Jahrhunderts noch Pseudonyme wie „Andrew Axewielder”, „Tom Terrorfire” und „Dave Demonizer” geben, ihre Scheibe „Heavy Metal Law” nennen und Titel wie „Metal Gets Nasty” oder „Under Heavy Metal Fire” im Repertoire haben? Nun: In meinem Fall gibt es dafür einen Sympathie-Bonus, weil auch der zugehörige Rumpel- Sound schön laut und prollig aus den Boxen rumpelt. Anhänger von instrumentalen Großtaten und Sanges-Göttern hören hier auf zu lesen. Alle anderen bepissen sich vor Lachen und brüllen Textzeilen wie „Terrorstrings And War Thunder Is All I Need, We Want No Perfect High Tech Sound, Just Pure Metal Speed” inbrünstig mit. Die vier eigenen Nummern und das TANK-Cover „Run Like Hell” sind Old School wie die Hölle, und deswegen alleine schon kaufenswert. Musikalisch bewegt sich das norddeut- sche Trio irgendwo zwischen TANK, MOTÖRHEAD, RAVEN oder VENOM. Kult! Kult! Kult! Alle Nu Metal und BLIND GUARDIAN-Kiddies gehen jetzt schön schlafen, alle Alt- und True-Metaller machen sich die nächste Pulle auf und jodeln wie einst im Mai: „We´re The Lords Lords Of Heavy Metal And We´re Coming From The Vaults”. PS: Das Ding gibt´s als Picture-Vinyl bei „Hellion Records” für etwa zehn Euro. (Thomas @ Dark Tales)

Axewielder "Heavy Metal Law" Pic 10" MLP (MCR-005)

Die Brühlener True-Metaller AXEWIELDER weichen keinen Schritt von ihrem eingeschlagenen Weg. Wo es die Band mit ihrem Beitrag zur Split-Single mit HEATHEN HOOF allerdings nicht wirklich schaffte, bleibenden Eindruck bei mir zu hinterlassen, ist man mit "Heavy Metal" hingegen auf dem richtigen Weg.
Schon das Coverartwork ist nicht ganz so grässlich ausgefallen, wie bei der 7" und trotz dass man im trashigen Bereich verweilt, macht diese Picture-Disc irgendwie was her. Und so könnte man sagen, dass die Aufmachung dieser Platte genau das wiederspiegelt, was sich musikalisch getan hat.
Von großer Kunst zu reden, wäre jedenfalls falsch. Damit haben AXEWIELDER nichts zu tun. Diese Band bleibt auf ihre Weise dilettantisch, dafür bringen sie auf "Heavy Metal" ein richtig gutes, räudiges Metal-Feeling rüber und zudem hat man auch noch vier richtiggehende Ohrwürmer am Start.
Ja, AXEWIELDER sind roh und vollkommen unangepasst. Wer Fehler suchen möchte, der findet hier zu genüge. Aber darum geht es einfach nicht. Hier geht es um echten Underground-Stahl und da machen die drei Burschen ihre Sache inzwischen richtig gut. Der Vergleich mit GODDESS OF DESIRE besteht nach wie vor, mit dem Quasi-Titeltrack dieser 10" unterstreicht man ihn sogar nochmals richtig deutlich. Textzeilen wie "There shall be no band, that I don´t know, even the rare ones, I saw their show" erinnern doch frappierend an ein Stück wie "Metal Forever", im Gegensatz zu den Holländern klingt man allerdings nach wie vor ein ganzes Stück mehr nach Proberaum. Genauso schürt man mit Textzeilen der Marke "No more of this poser shit, I´m sick of all this crap, no keyboards, bitches, pussy pop, but most of all I hate Pillemannarschlochsaureinhold" (leider nur im Textblatt so nachzulesen) das eigene Kultpotential. Der Gesang trägt kein bisschen was dazu bei, dem ganzen wenigstens einen Anflug von Anspruch zu geben. Ständig liegt man leicht neben der Spur, Timingprobleme sind genauso normal wie auch der Hang zur Kurzatmigkeit und dennoch strahlt man damit auf dieser Platte richtig ordentlich Power aus. AXEWIELDER sind durch und durch roh und ungeschliffen und dadurch erhält diese Band auch ihre Daseinsberechtigung - mehr aus einem Gefühl heraus kann man kaum noch agieren. Und das hat auf "Heavy Metal" sogar ein paar richtig gute Songideen ergeben, die ihm Ohr hängen bleiben und richtig Spaß machen.
Von daher bleibt diese Picture-Disc erneut ein Produkt für ein kleines Liebhaberpublikum, das auf diese eigene undergroundige Ausstrahlung steht. Mir sind AXEWIELDER jedenfalls ein ganzes Stück lieber als das Gros der Pseudo-professionellen Hochglanzcombos. Und ich denke es gibt genug Leute da draußen, die von Zeit zu Zeit einfach Bock auf derart kompromisslosen Heavy Metal haben, der einen beim Ursprung der Gefühle packt, aufgrund dessen man diese Musik so sehr liebt. Sympathischer Release.
Zu haben ist die auf 300 Stück limitierte "Heavy Metal" noch immer beim Underground-Mailorder eures Vertrauens. (Fierce @ Vampster)

Axewielder "Heavy Metal Law" Pic 10" MLP (MCR-005)

AXEWIELDER lassen keine Fragen offen, wenn es darum geht zu erahnen, welche Art von Metal sie spielen. Neben dem aussagekräftigen Titel dieser 10"-Picture-Disc spricht auch das Covermotiv eine eindeutige Sprache. Die drei gezeichneten Musiker tragen kultige T–Shirts von SWEET SAVAGE, BATTLEAXE und TOKYO BLADE, haben überdimensionale Nieten auf ihren Lederkutten und tragen Patronengurte. Metalherz, was willste mehr?
Die entsprechende Musik, würde ich mal annehmen. Und bereits 'Metal Gets Nasty' erfüllt diesen Wunsch bis ins letzte Detail. Von den oben angegebenen Kapellen passt am ehesten der Bezug zu BATTLEAXE, denn AXEWIELDER sind roh, gradlinig und dröhnen gern. Das abschließende Cover 'Run Like Hell' bestätigt den Eindruck, dass man TANK sicherlich nicht nur einmal im Proberaum gehört haben dürfte. Gut, Sänger und Gitarrist Andrew Axewielder hat (noch) nicht das charismatische Feeling eines Algy Ward in seinen Lungen, aber allein die Tatsache, dass endlich einmal jemand diese göttliche Kapelle würdigt, lässt meine Sympathie für AXEWIELDER ins Unermessliche steigen.
Aber auch das eigene Material stinkt nicht gegen genannten Covertrack an. Treibend, roh, aggressiv und teils leicht punkig pumpt das Trio aus Brühl hier eine gewaltige Tube metallischen Adrenalins durch den Tonarm. Angefangen bei den klischeetriefenden Lyrics – Wer mag nur dieser arme Reinhold sein? – über den adäquat basslastigen Dröhnsound, der schon meine TANK-Scheiben so ausgezeichnet verzierte. Hier wird nichts ausgelassen, hier wird Heavy Metal gelebt. Jeder Oldschool-Fan kommt hier voll auf seine Kosten und muss sich nicht mit halbgaren Versuchen begnügen. AXEWIELDER leben diese Musik und genau so kommt das auch 'rüber. Auf unnötige Spielereien wird gänzlich verzichtet, lieber ballert man dem Bangervolk konstant bratende Riffs vor den Latz und animiert sie durch geile Choruspassagen zum Mitgrölen. Stilechter geht es kaum noch.
Da die Chose auf 300 Exemplare limitiert ist, heißt es für euch, euch schnell unter der Label-HP ein Exemplar zu sichern. Ich muss nicht erwähnen, dass mich die Tatsache, dass die Split 7" mit den Labelgenossen HEATHEN HOOF bereits vergriffen ist, ziemlich ärgert. Wer zu spät kommt, den bestraft der Metalgod. Anspieltipps: Under Heavy Metal Fire, Thunderground, Heavy Metal Law. (Holger Andrae @ Powermetal.de)

Minotauri / Reverend Bizarre Split 7" Single (MCR-004)

It took a few postponements but it’s finally here! The 4th Metal Coven release is, of course, another split 7”. This time it’s a Finnish true doom metal attack on it’s whole, as REVEREND BIZARRE and MINOTAURI, the elite of Finnish doom (actually, as I have written many times before, I strongly believe REVEREND BIZARRE is probably the top new-generation traditional doom band in the world), each contribute one song.
REVEREND BIZARRE are definitely going through a highly creative period, note that in a five month period (since December 2003) they have released a 74-minute EP, a split 12” with ORODRUIN, a CD including their “Slice of Doom” demo plus several songs either unavailable or originally only available in compilations, and now another split 7”!!! Is that impressive or what? Plus, two more releases (another 7” and a new CD) are scheduled for this year. Let’s hope they continue in the same rate, since from what it shows this doesn’t have a negative effect in the quality of their songs at all.
The song they contribute in this split 7” (their second for Metal Coven) is titled “Apocalyptic Riders” and it includes surprises and slight deviations from their normal style. Firstly, bassist/vocalist Albert Witchfinder is this time confined to his bass duties as there are no sung vocals in this song. Instead, there only is spoken word handled by guest Patrick Walker (who is most probably British, as he has a true Queen’s English accent). Secondly, the song has a faster tempo than what RB have used as (of course, it still is slow and very heavy true doom, don’t worry). Finally, the MERCYFUL FATE references that the song (“Blood on Satan’s Claw”) in their previous Metal Coven split 7” (with RITUAL STEEL) have now being replaced with vintage MANOWAR references (we are talking about pre-1984 MANOWAR, when they still were a truly great band and not that degenerated wandering circus they have become).
As it is obvious from it’s title the theme of the song is the Four Horsemen of the Apocalypse and the lyrics are adopted from John’s Revelations. REVEREND BIZARRE, and Albert in particular, have written very suitable music for this theme, making sure it has an epic, dark and doomy feeling at the same time. The slow heavy galloping riffs make you instantly picture the four horsemen riding in the dark, while the ground below them trembles and fear is spreading. Peter Vicar’s guitar melodies and masterly placed leads intensify the threatening atmosphere and add a further sense of mystery. Although there is definitely no music borrowed from these songs, “Apocalyptic Riders” contains the feeling, lyricism and pathos of early MANOWAR masterpieces and songs like “Dark Avenger”, “Revelations” and “March of Revenge” (that is so great, not even today’s MANOWAR themselves can achieve this) but these are also blended it with doom metal’s unique qualities and REVEREND BIZARRE’s personal touch. No wonder the result is such a brilliant song. Regarding the spoken word, maybe Patrick Walker is no Orson Welles, but still his narration is majestic, imposing and, overall, wonderful. “Apocalyptic Riders” is another really great song from REVEREND BIZARRE, and I couldn’t help but think that everything they touch turns to gold! I am really so enthusiastic about this band, they truly are gifted. The MINOTAURI song that occupies the other side of the wax is a great pre-taste of their forthcoming debut full-length album (the song will be included there, at least in the 2LP version which will be released soon, although not sure when as Black Widow has postponed it’s release many times until now). The song is titled “Black Magic Circle” and if you think the lyrics and title refer to Satanism or black magic you couldn’t be more wrong. They actually refer to female genitals, thus the cover art with the busty chick whose cunt is dripping wet (by the way, that’s easily the best cover artwork that Headlight has created for Metal Coven up to now). The voice and singing style of guitarist/vocalist Ari Honkonen definitely possesses a Peter Murphy (BAUHAUS) quality and this adds a haunting dark character the song. This feeling is further enhanced by the additional timpani percussion (that’s the drums used in classical orchestras), which are very fitting to the funeral march tempo and extreme heaviness of the song. MINOTAURI’s contribution is clearly a worthy companion to the REVEREND BIZARRE one, and it really increased my impatience for the release of their forthcoming album.
So there you go, two great doom songs in a single 7”, by two great true doom bands that also happen to come from the same country. Congratulations to the guys at Metal Coven for their really great and honest efforts and we hope for more releases of this quality in the future. In the usual Metal Coven fashion the 7” is limited to 500 numbered copies so those interested are advised to hurry. All hail true Finnish Doom Metal! (Themis Pamfilos @ Metal Invader)

Reverend Bizarre / Ritual Steel Split 7" Single (MCR-003)

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Blood Thirsty Demons / Wytchkraft Split 7" Single (MCR-002)

Eine weitere auf 525 Stück limitierte Split-Vinly-7", mit der uns Metal Coven Records zwei Underground-Acts präsentieren, die diesmal eher in die Okkult-Metal-Ecke tendieren. Trotz Schwarz/Weiß-Bemalung haben nämlich weder WYTCHKRAFT, noch BLOOD THIRSTY DEMONS etwas mit dem was man heutzutage Black Metal nennt zu tun. Vielmehr ist auch die Musik dieser beiden Bands mehr in den 80ern verwurzelt, die Einflüsse liegen also eher bei Acts wie MERCYFUL FATE oder VENOM und weniger bei der späteren Generation des Düster-Genres.
Die Italiener BLOOD THIRSTY DEMONS stellen dabei den eher melodisch orientierten Act der Splitsingle dar und stellenweise beschleicht einen doch das Gefühl, dass sich da ein ganz großer Fan der alten MEGADETH in der Band befindet, ohne dass die Musik wirklich an diesen Act vordergründig erinnern würde. "In the Grave" hat gar fast schon etwas wie einen punkigen Einschlag, beide Songs gehen ganz gut ab (Uptempo bis Thrash), wirklich große Songs schreiben aber auch BLOOD THIRSTY DEMONS nicht, stattdessen verarbeitet man Einflüsse ohne dabei etwas ureigenes zu erschaffen.
Die Brasilianer WYTCHKRAFT schaffen es da schon mehr, Eigenständigkeit zu entwickeln. Mit einem schönen Schwarz-Weiß-Hexenfilm-Intro führt die Band auf ihre Seite des Vinyls ein, um dann mit einem starken Midtempo-Song den Arsch Satans zu küssen. Marretator drückt dem Song dabei ganz klar mit seinem fast schon stakkatoartigen Gesang, seinen zwischendurch hohen Screams und seiner eigenwilligen Betonung den Stempel auf, wodurch "At the Satanic Mass" am ehesten Kult- und Klassikercharakter besitzt und ein echtes Underground-Juwel werden könnte. Ein Song der trotz Trash-Faktor und Billig-Cover irgendwie halt geil rüber kommt und es doch schafft, dass Ausstrahlung, Darbietung und Musik ein stimmiges Ganzes ergibt. Mich macht das ganze jedenfalls Neugierig auf mehr.
Auch diese 7" ist natürlich nur was für absolute Underground-Freaks. Wer sich dort aber so richtig zu Hause fühl, der kriegt mit dieser Split genau das, wonach es ihm verlangt. (Fierce @ Vampster)

Axewielder / Heathen Hoof Split 7" Single (MCR-001)

Neuer Stoff aus dem tiefsten Untergrund. Heathen Hoof sind ein Sideproject des Morningstar Kopfes Ari Honkonen, welches auf seinem Song mittelschnellen, dunklen Heavy Metal, leicht doomig von der Spielweise her, bietet. Die mystisch anmutende Melodieführung und die rauen, dennoch aber melodischen Vocals in mittleren Lagen packen den Hörer sogleich und reißen ihn tief hinein in eine spirituelle Welt voller dämonischer Kreaturen. Die meiste Zeit klopft das Schlagzeug einen schlendernden Beat, worüber sich die Soundwälle der Gitarren und die Gesangslinien legen, im hinteren Mittelteil wird dann ein treibender Hardrockpart eingeflochten, der dem beschwörend – hypnotischen Song den letzten Kick verpasst. Für die kommerzgeile Masse ist das natürlich nichts, aber wen interessiert der Massengeschmack? Mögen sie bei ihren Stratovarius und Rhapsody bleiben.
Axewielder, nun, das ist die neue Band ehemaliger Mitglieder der Epicmetaller Kraven aus Brühl. Der Gesang ist verdammt tief, aber natürlich melodisch, die Songs sind straight und rock’n’rollig, der Bass ist dominant und dreckig, die Gitarren einfach. Auch wenn das schon fast etwas von Oi! hat, der metallene Anteil ist sicherlich nicht unerheblich. Beim ersten Song „Heavy Metal Werewolf“ gibt es einen genial – kultigen Refrain, einfach gehalten, aber durch seine unfreiwillige Komik wirklich ein Knaller. Pseudowolfsgeheul von einem Bandmitglied wird jeweils unter die zweite Zeile des Refrains gelegt, hargh! Kult! „Steel Force“ ist dann noch etwas metallischer, hat was von alten englischen Bands, was durchaus beabsichtigt gewesen ist. Axewielder sind sicherlich keine supertolle Band, aber ihre Mucke macht verdammten Spaß. Und somit schließt sich der Kreis wieder, hin zur New Wave of British Heavy Metal. Einfache Musik, hinter der allerdings eine Menge Leidenschaft steckt, Metal von Fans für Fans, Songs von Emotionen erfüllt. Keine großartigen musikalischen Leistungen, nichts, wobei sich die Kritiker vor Begeisterung überschlagen würden, was aber dennoch wesentlich wichtiger für die Metalszene ist als tausende höchstprofessioneller Copycats, die blitzsauberen High Speed Doublebasspop spielen und die ganze Szene unterminieren. Also, dreimal, knapp elfeinhalb Minuten Spaß an der Freude von hingebungsvollen Heavy Metal Musikern. 7,5 Punkte für Axewielder, 8,5 für Heathen Hoof, ergibt eine knappe 8 in der Endnote. 8/10 (Sascha "Sir Lord Doom" Maurer @ Metal District)

Axewielder / Heathen Hoof Split 7" Single (MCR-001)

Wie nahe Kult und Trash beieinander liegen können, beweisen AXEWIELDER und HEATHEN HOOF auf ihrer gemeinsame Split 7" ? oft ist es eben nur der kleine Abstand zwischen zwei Vinylseiten.
Bei AXEWIELDER haben wir es wieder einmal mit echten Vertretern des deutschen und ganz tiefen Undergrounds zu tun, die mit ihrem Sound den glorreichen 80ern huldigen, sich dabei aber weniger auf die Größen der damaligen Zeit berufen. Die NWOBHM und der frühe US-Metal der 80er ist die Zeit, in der AXEWIELDER verharrt sind und entsprechend "undeutsch" und kernig klingt das Ergebnis dann auch. Sowohl Produktion als auch Aufmachung könnten als echte Veröffentlichung der damaligen Zeit durchgehen, musikalisch wird ebenfalls purer Heavy Metal geboten, eins dürfte aber jedem klar sein: mit diesem Release kann man wirklich nur ganz beinharte Fans des damaligen Sounds locken. Denn wirklich große Kompositionen des Heavy Metal sind weder "Heavy Metal Werewolf" noch "Steel Force" geworden. Und vor allem der eigentliche "Titelsong" dieser 7" ist an uninspiriertem Songwriting kaum zu übertreffen. Andrew Axewielder hat zudem nicht unbedingt das, was man eine charismatische Stimme nennen könnte und so hört sich das ganze zum Teil wie GODDESS OF DESIRE nur in schlecht an. Ich denke hinter dem Satz steckt eine Aussage, oder? Schön kauzig ist das ganze, die Texte sind bewusst "trashig" gehalten, objektiv gesehen sind die beiden Songs alles andere als essenziell.
Um einiges bedeutender klingt da schon der HEATHEN HOOF Song. Die Finnen haben mit "Son of the Horned God" ein mächtiges Stück Stahl geschmiedet, das mit einer anständigen Wucht durch die Boxen kommt und bei dem sich natürlich wieder einmal hervorragend Vergleiche zu Bands wie OMEN und ANGEL WITCH ziehen lassen, oder wer gern einen aktuelleren Bezug hätte, der kann es auch mit einer undergroundigeren Version von DARK AT DAWN versuchen (FURTHEST SHORE kommen mir irgendwie auch in den Sinn). Sänger Mikko Nurmi bringt mit seinem tiefen, rauen Organ die richtige Stimme mit, wenngleich dem Gesang durch eine stellenweise Atemlosigkeit leider die Macht und Power etwas verloren geht. Und auch bei HEATHEN HOOF lässt sich wieder einwandfrei der schöne Begriff "kauzig" einbauen, was aber zugleich auch mit einer starken Melodieidee verbunden wird, die man aber dann fast bis zum Erbrechen immer und immer wiederholt....das führt dann doch zu einem leichten faden Beigeschmack zum ansonsten hervorragenden Eindruck.
Insgesamt ein echtes Liebhaberstück eben, das auf 525 limitiert, handnummeriert und bei Metal Coven Records zu haben ist. (Fierce @ Vampster)