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¬ Alone In The Dark (Director's Cut DVD)

Rubrik:
Format: 
Spielzeit: 
Release: 
Vertrieb:  
Genre: 
FSK:
Neuerscheinung
DVD
99 Minuten (+Bonus)
2005
Concorde
Horror/Thriller/Action
18
Regie: Uwe Boll
Producer: S. Williamson, U. Boll & W. Herold
Drehbuch: E. Mastai, M. Roesch, P. Scheerer
Cast: Christian Slater (Edward Carnby), Tara Reid (Aline Cedrac), Stephen Dorff (Cmdr. Richard Burke), Frank C. Turner (Sam Fischer), Matthew Walker (Prof. Lionel Hudgens), Will Sanderson (Agent Miles), Mark Acheson (Cpt. Chernick)

"Alone In The Dark" macht es mir als Reviewer weiß Gott nicht einfach... einerseits bin ich ja bekennender Fan von Uwe Boll, unserem berühmt berüchtigten Mann an vorderster Filmfront in Vancouver, dem Hollywood Kanadas, andererseits jedoch muss ich einfach auch sagen, dass mir "Alone In The Dark" von allen Videospieladaptionen, an denen sich Boll bisher versucht hat, am wenigsten gefällt. Und dabei hätte der Streifen eigentlich alle Voraussetzungen dafür gehabt, ein echtes Highlight in Sachen gruselig-mysteriöser Action Thriller zu werden, denn auf der Habensseite lässt sich u.a. folgendes verbuchen: ein wirklich bestens aufgelegter Christian Slater, der als Detektiv Edward Carnby eine astreine Performance abliefert, eine ganze Reihe toll gemachter Action Szenen und Special Effects, eine an und für sich durchaus interessante und auf einem echten Klassiker-Spiel basierende Story und nicht zuletzt auch eine gekonnt in Szene gesetzte Grusel-Atmosphäre. Darüber hinaus sind auch die Nebenrollen mit Leuten wie Stephen Dorff ("Blade"), Will Sanderson ("Heart Of America") oder Frank C. Turner ("Needful Things - In Einer Kleine Stadt") bestens besetzt und selbst "American Pie"-Blondchen Tara Reid entpuppt sich, trotz dessen man ihr die Rolle als Brille-tragende Wissenschaftlerin natürlich im Leben nicht abkauft, als echter Hingucker und versteht es somit, den Film zumindest optisch um einiges aufzuwerten.
Doch trotz allem will der Funke, zumindest bei mir, irgendwie nicht so richtig überspringen. Dabei fängt der Film echt gut an und man fiebert gebannt mit, wenn sich die düstere Story um den ehemaligen Spezialagenten Edward Carnby, der seinen Lebensunterhalt inzwischen mit dem Aufspüren  übernatürlicher Phänomene und Artefakte verdient, langsam aufbaut und immer mehr zuspitzt. Nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen und schon bald stellt sich heraus, dass hier ein wahrlich finstrer Plan kurz vor der Vollendung steht -- ein Plan, dessen böse Anfänge bis in Edward's Kindheit im Waisenhaus zurückreichen und dessen Gelingen nichts weniger als das Ende der Welt zur Folge hätte!! Klar, dass Edward da nicht tatenlos zusehen kann und so gilt es für ihn fortan nicht nur, sich den Dämonen seiner eigenen Vergangenheit zu stellen, sondern vorr allem auch muss er allerlei "Alien"-artigen Monstern den Gar aus machen, die durch das "Tor zur Finsternis" auf die Erde gekommen sind und dort im Schutze der Dunkelheit für Tod und Verwüstung sorgen. Unterstützung bekommt Carnby bei seiner Mission u.a. von seiner rattenscharfen Ex-Flamme Aline, sowie von seinem ehemaligen Kollegen Burke und den Special Forces des "Büro 713" und so schaukelt sich die Action unausweichlich dem großen, jede Menge Patronenhülsen verschleißenden Finale entgegen und Gut und Böse stehen sich ein letztes, allentscheidendes Mal gegenüber. Ob dabei die Granaten und Maschinengewehre der tapferen Menschen die Oberhand gewinnen können, oder ob sich die Klauen und Stacheln der garstigen Ungeheuer als die besseren Kampfwerkzeuge erweisen, das müsst ihr schon selber herausfinden, vorausgesetzt natürlich ihr haltet bis zum fulminanten Endkampf durch.
Denn weshalb auch immer beginnt sich der Film mittendrin irgendwie im Nichts zu verlaufen und nach gut der Hälfte verlier ich jedes Mal die Lust und Motivation weiterzugucken. Ich weiß selbst nicht genau warum, aber irgendwie geht's nach gutem Beginn dann doch 'ne Nummer zu zäh und behäbig weiter und der Plot wird irgendwann derart verworren und durcheinander, dass man selber nicht mehr so richtig weiß, was das Ganze noch überhaupt noch soll. Irgendwie fehlt da was wirklich fesselndes und zwingendes, irgendwas das einem bis zum Schluss das Blut in den Adern kochen lässt und dafür sorgt, dass man sich vor lauter Spannung geradezu im Kinosessel festkrallt. Was genau das ist, dass -- so muss ich zu meiner Schande gestehen -- weiß ich selber nicht, denn eigentlich ist umsetzungstechnisch ja alles im grünen Bereich: die Schauspieler sind gut, die Actionelemente fetzig, die Effekte super, das Handwerkliche gekonnt und die Bilder teilweise sogar richtig kunstvoll und doch macht "Alone In The Dark" einfach nur mäßig viel Spaß und richtige Begeisterung will leider Gottes nicht so ganz aufkommen. So schlecht wie ihn viele Lästermäuler gerne hätten ist der Film zwar keinesfalls, richtig gut find ich ihn aber, wenn ich ehrlich bin, auch nicht. Unter'm Strich bleibt somit ein etwas mulmiger, zwiespältiger Eindruck, denn trotz vieler guter Ansätze schöpft "Alone In The Dark" sein Potential bei Weitem nicht voll aus und das Endergebnis kommt über ein solides OK leider nicht hinaus. Das Zeug zum ganz netten Zeitvertreib an 'nem lauen Wochentagsabend hat der Streifen allemal, ein echter Reißer jedoch ist aus anderem Holz geschnitzt. Schade, schade, hier wär mit Sicherheit mehr drin gewesen...
Einige dicke Pluspunkte kann die "Director's Cut" DVD abschließend dann aber doch noch einheimsen, denn bei der Aufmachung hat man sich echt Mühe gegeben und wirklich tolle Qualität geliefert. Vom edel bedruckten Pappschuber über das dicke Booklet bis hin zu einem ganzen Wulst an interessanten Extras und Specials lässt "Alone In The Dark" in Punkto Ausstattung kaum einen Wunsch offen!! Wer schon immer mal wissen wollte, wie's am Set eines Actionthrillers so abgeht, welche Schritte von den ersten groben Entwürfen bis zu den fertigen Filmszenen zurückgelegt werden müssen und wie man mit Hilfe modernster Tricktechnik täuschend echte Pixelviecher hervorzaubert, den erwartet hier eine wahre Fundgrube an spannenden Blicken hinter die Kulissen. Ebenfalls nur zu empfehlen ist dabei auch der wie immer geniale Audiokommentar von Regisseur Uwe Boll, der ein echt sympathischer Zeitgenosse zu sein scheint und neben interessanten Einblicken in den Dreh-Alltag auch einige urkomische Anekdoten auf Lager hat, so z.B. die Geschichte wie er seinem Kumpel Will Sanderson, der in "Alone In The Dark" als einer der Soldaten zu sehen ist, einen kaputten Laptop für 200$ aufgeschwatzt hat. Echt, ob der Film selbst nun was für euch ist oder nicht, den Kauf dieser DVD würd ich euch alleine schon wegen dem tollen Zusatzmaterial empfehlen und wer weiß, vielleicht könnt ihr dem Streifen an sich ja sogar noch mehr abgewinnen als es bei mir der Fall war. Im Zweifelsfalls also zumindest mal in der Videothek ausleihen und reinschnuppern... ;)
So, das soll's dann soweit auch gewesen sein, zum Abschluss will ich nur noch loswerden, dass für den Soundtrack Nuclear Blast Records ihre Schäfchen mit ins Spiel gebracht haben und es somit u.a. Stücke von Nightwish, Dimmu Borgir und In Flames zu hören gibt. Nun gut, ich persönlich find diese Bands jetzt nicht wirklich prickelnd, aber vielleicht ist's für den einen oder anderen unter euch ja noch ein zusätzliches Kaufargument, zumal von besagten Gruppen auch noch einige Musikvideos als Specials mit auf die Disc gepackt wurden.

Bonus Material: Kino Trailer ; Audiokommentar von Uwe Boll ; Making Of: Into The Dark ; Featurette: Shedding The Light ; Musik Videos ; Behind The Actionscenes ; Storyboard Comparasion ; Deleted Scenes
Homepage: www.aloneinthedarkthemovie.com (Film) ; www.boll-kg.de (Produzent) ; www.concorde-home.de (Vertrieb)

66% by Tobi (08.03.2007)

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