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¬ Archai "Matters In Different Shades"

Rubrik:
Format: 
Spielzeit: 
Release: 
Label:  
Style: 
Land: 
Neuveröffentlichung
CD Demo
38:15 Minuten
2007
Independent
Archai
Deutschland
Songs:
Electric Suns ; Wicked Love ; Wound ; Heart Of The Sea ; Led Loose ; Only We Deny ; Who Rocks The Cradle ; Beyond Horizons
 

Frischer Wind aus Süddeutschland -- Direkt nach dem Urlaub bekam ich eine Scheibe in die Hand gedrückt, welche wohl längere Zeit auf den verschlungenen Wegen der Post gewandelt war. Also gleich mal im Auto reingehört. Und wieder gehört. Und noch mal. An dieser Stelle danke ich den Postlern mal recht herzlich, dass sie das Teil nicht komplett verbummelt haben. Das wäre nämlich mehr als ein Skandal gewesen. Genug des Drumherums und zum wesentlichen:
Ich habe lange überlegt wo ich die 8 Songs der Demo “Matters In Different Shades“ hinstecken soll. Das Ergebnis lautet „Überall und Nirgens“, so das denn als befriedigende Aussage gewertet werden kann. Da dies für die meisten wohl aber eher weder als Beschreibung noch als Kaufempfehlung reichen dürfte, muss ich dann wohl etwas weiter ausholen.
Archai nehmen, was den Stil angeht, Anleihen aus sowohl alten Rockzeiten, klassischem Heavy Metal und bei den „großen Gitarrenbands“ der 80er, aber niemals zwängen sie ihre Songs mit dem Holzhammer in eine bestimmte Schublade. Das Ergebnis ist dann auch eben kein mittelmäßiger Kasperkram von Combos die mit Gewalt ihre Vorbilder kopieren wollen, sondern handfester und vor allem selbstgemachter, kräftiger Sound. Freunde des Althergebrachten müssen allerdings keine Angst haben kein richtiges Schwermetall serviert zu bekommen, da das was hier am Ende aus den Boxen knallt wirklich mal ein frisches Buffet darstellt: Geliebte Zutaten neu kombiniert.
Weitere Vergleiche mit welchen Bands auch immer erübrigen sich dann auch da sie, noch mal für diejenigen die mit Gewalt immer Such-den-Unterschied spielen müssen, nicht wirklich beschreiben könnten was die Jungs da produziert haben.
Die Spielleistung der Band ist dabei noch extra klar hervorzuheben. Besonders die Gitarren werden eben nicht knapp 40 Minuten lang mit immer den selben 2-3 Griffen gequält, sondern wirklich gespielt; bei neuen Truppen ja nicht immer selbstverständlich.
Sehr schön auch der Gesang bzw. die doch recht markante Stimme von Bernhard Kurray, die sicherlich auch eine Menge zur Eigenständigkeit der gelieferten Stücke beiträgt. Für eine selbstproduzierte Demo sind sowohl die Spieldauer von 38:15 und vor allem auch die Aufmachung der Scheibe (Gepresst, Booklet mit Texten) der absolute Hammer.
Auf jeden Fall schreit die ganze Angelegenheit nach mehr und niemand sollte mit dem Erwerb der Demo warten bis er Archai mal live zu sehen bekommt und das Teil am Tresen kaufen kann.

P.S. Dass man bei jedem Mal hören denkt „Jetzt weiß ich wonach das klingt“, nur um beim nächsten Mal festzustellen „Irgendwie is das doch komplett anders“, ist völlig normal. Archai online gibt’s auf www.archai-music.net inklusive link zu MySpace für eine Hörprobe.

Homepage: www.archai-music.net (Band)

--- by Hellfire (22.09.2007)

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