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¬ Atlantean Kodex "The Pnakotic Demos"

Rubrik:
Format: 
Spielzeit: 
Release: 
Label:  
Style: 
Land: 
Neuerscheinung
MCD
31:17 Minuten
2007
New Iron Age Records
Epic Metal

Deutschland
Songs:
From Shores Forsaken ; Marching Homeward ; The White Ship ; The Hidden Folk

Gar wunderliche Gerüchte machen seit Kurzem die Runde... in den finsteren Ecken verruchter Spelunken werden sie hinter vorgehaltener Hand von einem Ohr ins nächste geflüstert, in kryptischen Schriftstücken werden sie den staunenden Augen einiger glücklicher Auserwählter präsentiert und in einem unbedachten Augenblick scheuen sich selbst die Krähen nicht, die großartige Kunde von den Dächern herabzuschreien.
Und spätestens jetzt gehört auch ihr zum eingeweihten Kreise derer, denen sich das lange Zeit gehütete Geheimnis offenbart hat: Atlantean Kodex, die vier urigen Heavy Metal-Schmiede aus den dunkelsten Wäldern der Oberpfalz, haben sich angeschickt, ein neues Stück Edelstahl aus der lodernden Glut zu ziehen und in ihrer höchst eigenen und völlig einzigartigen Art und Weise zu bearbeiten.
Nachdem der pfundschwere Schmiedehammer unzählige Male in ungemein fachmännischer Art und Weise auf das wuchtige Metall herabgedonnert ist, hat er es zu einem edlen Kleinod von allerhöchster Güte zurechtgekloppt, welches auf den mysteriösen Namen "The Pnakotic Demos" hört und wahrlich dazu vorherbestimmt scheint, in den Händen der tapfersten Krieger dem bläulich schimmernden Mondlicht entgegen gereckt und geradezu kultig verehrt zu werden!!
Wohliges Meeresrauschen leitet "From Shores Forsaken", die erste der vier metallenen Heldentaten, ein und schon wenige Augenblicke danach gesellt sich der beseelte, von purer Magie durchzogene Gesang des neuen Kodex-Fronters Markus Becker hinzu. Im Vergleich zu seinem Vorgänger Phil Swanson, der noch auf der Mini LP "The Hidden Folk" zu hören war, hat dieser gute Mann eine weitaus weniger kauzige Stimme, die aber sicherlich nicht minder beeindruckend ist und wie die Faust auf's Auge zu den majestätischen Klängen Atlantean Kodex' passt. Jede einzelne Silbe ist mit derartiger Inbrunst und Leidenschaft gesungen, dass sie sogleich unter die Haut fährt und garantiert keinen Anhänger königlichen Epic Metals unbewegt lässt!! Hier haben sich die sagenhaften Wächter des atlantischen Kodex einen absoluten Ausnahmerecken in ihre Reihen geholt, der mich auf Anhieb so dermaßen begeistern konnte, wie es seit Langem kaum ein Zweiter zu tun vermochte.
Alles andere wäre aber auch eine regelrechte Schande gewesen, denn die schier gigantische Musik dieses fantastischen Viergespanns muss ihren Feinschliff einfach von einem Sänger erhalten, dessen goldene Stimmbänder nicht einen Deut hinter der gekonnten Instrumentalarbeit und dem nahzu überirdischen Songwriting zurückstehen!!
Um den 10 minütigen Wahnsinns-Opener "From Shores Forsaken" dann auch ein für alle Mal in eine komplett andere Sphäre emporschießen zu lassen, haben sich Atlantean Kodex schlagkräftige Unterstützung mit ins Boot geholt und so ist die Band nicht zur eine unheilige Allianz mit dem Heavy-Schreiberling und KIT-Organisator Oli Weinsheimer eingegangen, der hier einige Backing Vocals beisteuert, sondern sie hat auch einen teuflischen Pakt mit dem früheren Manowar-Gitarristen Ross The Boss geschlossen und ihn dazu bewogen, das Stück mit seiner irrsinnigen Lead Gitarre zu veredeln!!
Wirklich, wenn hier als Epic Metal-Fan nicht vor Begeisterung aus allen Wolken fällt, dem ist wahrscheinlich eh nicht mehr zu helfen...
Und obschon es fast schon ein Ding der Unmöglichkeit ist, so schaffen es Atlantean Kodex doch, das gigantische Level des ersten Stückes auch mit den folgenden drei Liedern zu halten und "The Pnakotic Demos" somit zu einem wahrlich monstermäßigen Zeugnis erhabensten Epic Metals zu machen, an dem es für alle Anhänger von solch legendären und unsterblichen Heavy Metal-Koryphäen wie Manowar, Bathory, Doomsword, Solstice oder While Heaven Wept beileibe kein vorbei gibt!!
Der zweite Song, "Marching Homeward", gibt dann auch gleich von Beginn an mächtig Stoff und trampelt dich nieder wie eine Horde wütender Kriegselefanten!! Während das prachtvolle "From Shores Foresaken" eher mit einer langen, abenteuerlichen Seefahrt vergleichbar ist, im Zuge derer die ruhmreiche Atlantean Kodex-Besatzung mit stetem Rückenwind dem Unbekannten entgegensegelt, so  finden sich unsere tapferen Matrosen spätestens jetzt inmitten eines tosenden Metalsturms wieder, der ihr treues Schiff wütend und aufbrausend durch die meterhohen Wellen peitscht!! Ohne Frage, "Marching Homeward" stellt ein absolutes Highlight in der noch jungen Bandhistorie dar!!
"The White Ship" lässt es dann sehr viel ruhiger und besinnlicher angehen, haben wir hier doch eine knapp 3 minütige Ballade vorliegen, wie sie gänsehautiger nicht sein könnte!! Lediglich vom stimmigen Rauschen des Windes unterlegt, holt Markus Becker hier wirklich alles aus seiner Stimme heraus und legt eine absolut Ehrfurcht gebietende Performance hin... es scheint wirklich, als würden die Gesänge, und zum Ende hin auch die dezenten Gitarrenklänge, wie Laub durch die Luft gewirbelt werden und einem vollends die Sinne rauben!! Dieses wunderschöne Stück weißt nicht nur von der Machart her klare Parallelen zur träumerisch-genialen Solstice-Nummer "The Keep" (von der Jahrhundertscheibe "New Dark Age") auf, sondern vor allem auch ist es mit Sicherheit genauso gut wie der Zaubersong der Engländer!! Großartig, einfach nur großartig...
Das letzte der vier Lieder auf den mystisch-verwunschenen "Pnakotic Demos" ist dann der fast 10 Minuten lange Epic Metal-Hammer "The Hidden Folk", den der eine oder andere von euch vielleicht schon von der Split LP mit Vestal Claret her kennen dürfte... für ihre erste CD haben Atlantean Kodex diesem massiven Heavy Metal-Bollwerk jedoch noch einmal einen neuen Mix auf den stählernen Leib geschneidert und obendrein die Vocals vom neuen Sänger erneut einsingen lassen.
Der kauzige Aspekt, den sein Vorgänger -- der urige Upwards Of Endtime-Frontmann Phil Swanson -- der Urversion dieses Stückes verpassen konnte, tritt dabei zwar etwas in den Hintergrund, trotzdem tönt aber auch die kraftvoll-klare Intonierung des Herrn Becker absolut genial daher!! Und so setzt "The Hidden Folk" dann letzten Endes auch einen wahrlich kolossalen Schlussstrich unter ein Demo, dem ich schon jetzt Klassikerstatus attestieren möchte und das von vorn bis hinten einfach so überirdisch gut klingt, dass man es kaum zu glauben vermag!!
Normalerweise wäre es jetzt an der Zeit, das Review mit den  Worten zu beenden, dass Atlantean Kodex hier eine absolute Ausnahmeleistung abgeliefert haben, wie sie von einem Newcomer weiß Gott niemand erwartet hätte und wie sie bestimmt zu den besten Aufnahmen gehört, die eine junge deutsche Truppe seit Langem abgeliefert hat... doch denke ich ernsthaft, dass solcherlei Worte im Falle dieses Killerdemos einfach noch zu tief gestapelt wären!!
Atlantean Kodex liefern hier -- ohne Übertreibung -- eine Mini CD ab, die sich selbst hinter den Sternstunden von solch irrwitzigen Supergruppen wie Solstice, Doomsword und Manilla Road nicht zu verstecken braucht und an der es für keinen Anhänger epischer Heavy Metal-Sound auch nur das geringste Vorbei geben dürfte!! Ich wüsste wirklich kaum eine, wenn nicht sogar gar keine Band, die in den letzten Jahren einen derart monumentalen und beeindruckenden Einstand feiern konnte, wie unsere vier stahlharten Heavy Metal-Schmiede aus Vielseck es mit ihren "Pnakotic Demos" getan haben!! Wenn es in Zukunft ähnlich genial bei Atlantean Kodex weiter geht, wie es begonnen hat, dann wird dieser Truppe schon in Kürze die gesamte Welt ergeben zu Füßen liegen... zu sagen, dass ich nach  dem aber- und abermaligen Anhören dieser CD nur begeistert bin, das wäre mit Sicherheit eine waschechte Untertreibung... hier erwartet euch wahrlich etwas ganz Großes!!
Klar, ihr denkt jetzt bestimmt, ich übertreibe hier maßlos und spuck viel zu große Töne, aber spätestens wenn ihr euch die ersten paar Klänge des Openers "From Shores Forsaken" reingezogen habt, dann werdet ihr haargenau so denken... jede Wette!!

Homepage: www.atlanteankodex.de (Band) ; www.newironagerecords.de (Label)
Email: atlanteankodex@aol.com (Band) ;
ironagerecords@aol.com (Label)

97% by Tobi (28.06.2007)

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