|
Wann
auch immer das Gesprächsthema auf die okkulten Vertreter der NWOBHM fällt,
darf neben großen Namen wie Angel Witch, Hell und Witchfynde auch eine
weitere Kultband nicht fehlen: Cloven Hoof!! Seit Anfang der 80er treibt
die Truppe um Basser Lee Payne nun schon ihr metallenes Unwesen und hat
dabei unzählige Klassikersongs veröffentlicht.
Nach über zweijähriger Auszeit ist Wundersänger Russ North, der auch schon
auf "Dominator" und "A Sultan's Ransom" zu hören war und außerdem auch bei
den Reunion-Konzerten auf der Bühne stand, wieder zu Cloven Hoof zurück
gekehrt und zusammen hat die Truppe elf ihrer besten Stücke aus fast 30
Jahren Bandgeschichte neu aufgenommen, dabei u.a. auch viele Songs, die in
den ursprünglichen Versionen von anderen Sängern zum besten gegeben wurden
und den Fans nun erstmals mit Russ' Vocals vorliegen.
Und soviel ist sicher, Cloven Hoof befinden sich anno 2008 in der Form
ihres Lebens und legen mit "The Definitive Part One" ein Album vor, das
sich selbst mit den größten Sternstunden der Bandgeschichte messen kann
und von vorne bis hinten wie aus einem Guss klingt--und das, obwohl sich
auf dieser CD Stücke befinden, deren Entstehungsgeschichte weit über zwei
Dekaden abdeckt.
Von alten Klassikern aus Neat Records-Tagen ("The Gates Of Gehenna" und
"Return Of The Passover") über Hammerstücke aus den späten 80ern ("Nova
Battlestar" und "Astral Rider") bis hin zu Neuinterpretationen von Songs
des Comebackalbums "Eye Of The Sun" ("Inquisitor" und "Kiss Of Evil") wird
hier wirklich die gesamte Schaffenszeit von Cloven Hoof berücksichtigt und
mit dem tollen, etwas an Judas Priest erinnernden "Mutilator" gibt es
sogar noch einen brandneuen Song zu hören, der den alten Werken der Band
in nichts nachsteht!!
Russ North befindet sich auf "The Definitive Part One" in absoluter
Wahnsinnsform und schafft auch die höchsten Screams mit absoluter
Leichtigkeit. Seine kraftvolle Stimme passt einfach perfekt zu Cloven
Hoofs episch-opskuren Heavy Metal und ich fände es nicht zu weit
hergeholt, wenn man den guten Herrn North als die britische Antwort auf
Harry "The Tyrant" Conklin durchgehen lassen würde... was der hier alles
aus seinen Stimmbändern rausholt ist einfach unglaublich!!
Nicht minder genial ist aber auch die Leistung der Instrumentalfraktion
Payne, Brown und Read, die auf "The Definitive Part One" wirklich super
zusammenspielen und alles in Grund und Boden rocken. Der wuchtigen,
bewusst oldschoolig gehaltenen Produktion sei Dank kommen Gitarre, Bass
und Schlagzeug super zur Geltung und man mag kaum glauben, dass Cloven
Hoof dieses Album nicht schon vor 25 Jahren eingespielt haben.
Lee Payne und seine Mannen erleben zurzeit ihren zweiten Frühling zeigen
sich mitreißender, spielfreudiger und schlichtweg grandioser denn je!! In
dieser Form sind Cloven Hoof ganz klar eine der besten noch aktiven
NWOBHM-Bands und wer auch immer seine Freude an Kultalbum wie "The Opening
Ritual", "Cloven Hoof" und "Dominator" hat, der muss im Falle von "The
Definitive Part One" einfach zuschlagen und sich über eine Stunde lang die
absolute Vollbedienung in Sachen düster-obskurer New Wave Of British Heavy
Metal einverleiben!! Viel besser geht es wirklich nicht mehr...
|