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Nachdem
Pure Steel Records mit Steelraiser, Gorgons Eyes und Wolfs Moon in den
letzten Monaten ja einige gute, aber meiner Meinung nach nicht
überragende Classic Metal-Scheiben herausgebracht hatten, folgt nun mit
"Vengeance", dem Debütalbum der deutschen Band Crom, endlich mal wieder
ein richtiger Oberknaller, der mich auf Anhieb voll umgehauen hat.
Hinter dem Bandnamen Crom, der ja bekanntlich aus dem Howard-Universum
entliehen ist, verstecken sich der Bandgründer, Namensgeber und
Multi-Instrumentalist Crom und der Schlagzeuger Seraph, die mit "Vengeance"
den ersten Longplayer im inzwischen elfjährigen Bestehen der Band Crom
vorlegen.
Musikalisch wird dabei heftigst die Epik-Keule geschwungen und ein
majestätischer, deutlich von den seligen Bathory inspirierter Heavy
Metal vorgetragen, der von kraftstrotzendem Pathos und gewaltiger Hymnik
ebenso durchzogen ist wie von einem leichten melancholischen Unterton.
Gerade in Verbindung mit Crom's sehr angenehmer Stimme entfalten
Epichämmer wie "Wings Of Fire", "The Restless King", "Unchain The Hero"
und "Fire" eine nahezu übermannende Wirkung, der man sich als Fan von
Bands wie Atlantean Kodex, Darkest Era, Doomsword oder auch den bereits
genannten Bathory kaum entziehen kann.
Im direkten Vergleich zu Bathory gehen Crom zwar einen Zacken
eingängiger, melodischer und weniger kauzig zur Sache, allerdings ist
dies eher noch als Pluspunkt denn als Minuspunkt zu verstehen, da dies
die Band Crom ein wenig aus dem übermächtigen Schatten von Quorthon & Co
heraushebt und der Eigenständigkeit der durchweg bärenstarken Songs sehr
zu Gute kommt.
Abgerundet wird der positive Eindruck durch ein tolles Cover aus der
Feder des begnadeten Kris Verwimp, der auch schon für Kultbands wie
Skullview, Morningstar und Bewitched den Pinsel geschwungen hat und hier
einmal mehr erstklassige und enorm stimmige Arbeit abgeliefert hat.
Alle Epic-Fans und Hobby-Wikinger können somit schon mal die Wurfaxt
wetzen, das Segel aufspannen und im Drachenschiff beim nächstgelegenen
CD Laden vorbeischippern und Crom's hammerharte "Vengeance" CD als
Kriegsbeute einsacken. |