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Zypern ist ja nicht gerade als
Hochburg des Heavy Metal bekannt und so ist "To Wait For Fire", die neue
CD der Power Metaller Diphteria, allein schon aufgrund ihrer Herkunft
eine kleine Kuriosität. Dabei hat es dieses Album aber eigentlich gar
nicht nötig, sich durch seinen Exotenstatus Bonuspunkte zu ergaunern,
denn auch für sich genommen kann die Musik von Diphteria auf ganzer
Linie überzeugen.
Geboten wird rifforientierter, kraftvoller Power Metal mit einprägsamen
Refrains, tollem Gesang und einer interessanten Epic Doom-Note, die
immer wieder durchschimmert und den durchweg starken Kompositionen eine
atmosphärisch-dunkle Note verleit.
Iron Maiden meets Metallica meets Candlemass meets Mercyful Fate... so
in etwa könnte man den Sound von Diphteria grob umreißen. Wem jetzt
bereits das Wasser im Munde zusammenläuft, der sollte am besten gleich
mal auf der offiziellen MySpace Seite der Band vorbeischauen und sich
den saustarken Opener "Ending Ceremony" und den nicht minder packenden
Titeltrack "To Wait For Fire" reinziehen, denn diese Songs spiegeln den
breit gefächerten, aber stets im klassischen Rock- und Metalbereich
verweilenden Sound von Diphteria sehr gut wieder und zeigen so ziemlich
alle Facetten des Diphteria'schen Heavy Metals auf.
Oldschool Headbanger, die auf knackiges Songswriting, versierte
Instrumentalarbeit, düsteres Flair und kraftvollen Power Metal-Gesang in
mittleren Höhen abfahren dürften hier wirklich voll und ganz auf ihre
Kosten kommen und sollten sich an klasse Hymnen wie "Behind The Mirror's
Eye", "As Darkness Casts Its Veil" oder auch dem ungewöhnlich rockigen,
aber sehr gelungenen "God Wanted (Apply Here)" kaum satt hören können.
Neben der erstklassigen Mucke kann "To Wait For Fire" auch mit einer
kraftvollen Produktion und einer professionellen Aufmachung (incl.
Booklet mit allen Lyrics und auf 1000 nummerierte Einheiten begrenzter
Limitierung) punkten und somit kann man sich als interessierter
Undergroundler schon jetzt auf rundum gelungene 50 Minuten Power Metal
vom Feinsten freuen.
Abschließend bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass Diphteria mit
dem Nachfolger von "To Wait For Fire" etwas schneller aus dem Quark
kommen, denn immerhin wurde die Band schon 1993 gegründet und legt mit
dieser CD nach zwei Demos und einigen Samplerbeiträgen erst ihr erstes
und längst überfälliges Fulllengthwerk vor. |