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¬ Drainiac (Digitally Remastered Widescreen Edition)

Rubrik:
Format: 
Spielzeit: 
Release: 
Vertrieb:  
Genre: 
FSK:
Neuerscheinung
DVD
78 Minuten (+Bonus)
2008
Shock-O-Rama
Horror/Comedy
Not Rated
Regie: Brett Piper
Producer: Paul Costley & Steven E. Williams
Drehbuch: Brett Piper
Cast: Georgia Hatzis (Julie) ; Alexandra Boylan (Lisa) ; Ethan Krasnoo (Jake) ; Samara Doucette (Tanya) ; Rob Gorden (Wade) ; Steven Bornstein (Dad) ; Philip Barbour (Plummer) ; Andrew Osborne (Billy) ; Elizabeth Hurley (Mom)

Hin und wieder lächelt Fortuna auch mir wohlgesonnen zu, das letzte Mal vor gut drei Wochen, als ich bei einem Gewinnspiel auf meiner Lieblingshorrorseite Fearzone.com das Glück hatte, ein Exemplar der soeben erst erschienenen Shock-O-Rama DVD des Horrorfilms "Drainiac" von Brett Piper abzugreifen.
Und obwohl das filmische Schaffen des Herrn Piper schon bis ins Jahr 1982 zurückgeht, als er mit dem Lowbudget SciFi Streifen "Mysterious Planet" sein Featurefilm-Debüt gab, war "Drainiac" dann doch mein erstes Aufeinandertreffen mit dem unermüdlichen B-Movie Regisseur aus New Hampshire.
Und soviel sei vorweg genommen, "Drainiac" wird sicherlich nicht der letzte Brett Piper-Film sein, den ich mir reinziehen werde. Denn der Film, für dessen Umsetzung Piper gerade einmal ein mikroskopisch kleines Budget von 10,000$ zur Verfügung hatte, hat echtes Kultpotential und schlägt genau in die Kerbe, die ich als bekennender B-Movie Freak und Trashfilm-Fan so mag.
Brett Piper hat wirklich alles aus den doch arg begrenzten finanziellen Mitteln herausgeholt und es sich sogar nicht nehmen lassen, "Drainiac" auf 16mm Film und nicht auf Video zu drehen, was dem Streifen natürlich einen sehr coolen Oldschool-Look beschert.
Und wenn dann auch noch eine Handvoll zickiger, fluchender Teenager hinzukommen, die kein Stereotyp und kein Klischee auslassen und die es in einem von Dämonen besessenen Spukhaus mit jeder Menge übernatürlichem Trubel und altbackenen Latexmonstern zu tun kriegen,  dann fühlt man sich wirklich 20 bis 30 Jahre in der Zeit zurückversetzt und hat das Gefühl, man würde ein verschollenes Kleinod aus der Zeit von "Tanz Der Teufel", "Muttertag" und "Das Böse" auf der Mattscheibe flimmern sehen.
Natürlich sollte man nicht den Fehler machen und an diesen Ultralowbudget-Film mit den selben Erwartungen herangehen wie an einen zeitlosen Klassiker der Marke "Evil Dead" (dessen Budget im Vergleich zu "Drainiac" ja immer noch enorm hoch war), sondern vielmehr sollte man "Drainiac" von dem Standpunkt aus sehen, dass hier wirklich Erstaunliches aus nahezu minimalen Mitteln herausgeholt wurde.
Dass die Hauptdarsteller, die größtenteils Highschoolkids ohne vorherige Schauspielerfahrung waren, keine Oscar-reife Performance hinlegen, dass die sympathisch-angestaubten Latex- und Stop Motion-Effekte objektiv gesehen nicht unbedingt Erinnerungen an "Jurassic Park" wach werden lassen und dass die Story um einen grausamen Wasserdämon, der in einem heruntergekommenen Haus sein Unwesen treibt, nicht gerade vor Tiefgang überkocht, dass alles sollte dem geneigten B-Movie Fan eigentlich von vornherein klar sein... und vor allem sollte es ihn keinesfalls stören.
Denn dieser gewisser Charme des Unfertigen ist es doch gerade, der den B-Movies ihren besonderen Reiz verleiht und den Kontrast zu den glatt polierten Multimillionendollar-Produktionen aus Hollywood herstellt.
Eingefleischte Horrorfreaks mit besonderer Vorliebe für schräge Spukhaus-Filme können hier also, sofern sie sich an der englischen Tonspur nicht stören, bedenkenlos zugreifen und sich nicht nur auf einen tollen kleinen und nicht immer ganz ernst gemeinten Gruselfilm freuen, sondern auch auf eine Top Aufmachung incl. einem sehr interessanten Audiokommentar und einem mehrseitigem Booklet mit ausführlichen Linernotes.
Und da sich Brett Piper extra für diesen Release sogar noch einmal für mehrere Wochen in den Schneideraum begeben hat, um "Drainiac" neu zu schneiden und die Effekte aufzuwerten und da Shock-O-Rama ebenfalls keine Kosten und Mühen gescheut und den Film von den Originalnegativen neu abgetastet und in der bestmöglichen Qualität auf DVD gepresst haben, kann man hier zum Abschluss wirklich noch einmal bekräftigen, dass dies die ultimative und absolute Version von "Drainiac" ist... also lasst am besten gar nichts anbrennen und taucht sofort ein in den grotesk-verrückten Horror-Maelstrom, der sich Brett Piper's "Drainiac" nennt!!

Bonus Material: Audiokommentar ; Trailershow ; Booklet mit Linernotes
Homepage: www.imdb.com/title/tt0138408/ (IMDB) ; www.shock-o-rama.com (Vertrieb)

80% by Tobi (05.07.2008)

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