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Obwohl
die kanadischen Power Metaller von Eidolon schon seit weit über 10
Jahren bestehen und die hiesige Presse sie stets mit offenen Armen
empfangen und unterstützt hat, ist die Band trotzdem irgendwie immer
unbemerkt an mir vorbei gegangen und so ist die Promo zu "The Parallel
Otherworld", die vor einigen Tagen den Weg in meinen Briefkasten fand,
dann auch bis dato die einzige Eidolon Scheibe, die ich mir komplett und
von vorn bis hinten durchgehört hab und ich muss sagen, die Band macht
richtig Laune! Zwar kommt die Scheibe etwas schwerfällig in Gang, da der
11:30 minütige Titeltrack, der unglücklicherweise direkt am Anfang des
Albums steht, nicht gerade leichte Kost ist und der Einstieg in die
Eidolon'sche Parallelwelt somit etwas sperrig von statten geht, hat man
sich jedoch erst einmal rein gefunden, dann erwartet einen mit "The
Parallel Otherworld" eine tolle, anspruchsvolle Power Metal Scheibe in
bester Tradition von begnadeten Werken wie Savatage's "The Edge of
Thorns", Iced Earth's "Something wicked this way comes", Jag Panzer's "Thane
to the throne" oder Hanker's "The dead ringer"!! Und nicht nur
spielerisch und songwriterisch wird hier gut rangeklotzt, sondern vor
allem sollte auch der neue Sänger Nils K. Rue nicht unerwähnt bleiben,
verfügt er doch über eine auffallend kraftvolle und variable Stimme, die
den ohnehin schon starken Songs wie "Ghost World", "Spirit Sanctuary"
oder "Order of the White Light" noch einmal einen zusätzlichen Push nach
vorn verleiht!! Und auch wenn er bereits von Anfang an eine tadellose
Figur macht, so liefert der gute Mann sein absolutes Meisterstück erst
ganz zum Schluss und nach über einer Stunde Spielzeit ab. Dann nämlich
schließt dieses geile Stückchen strahlend hellen Edelstahls mit einem
wahnsinnigen Cover von Mercyful Fate's Obskurfetzer "The Oath", für das
man nicht nur die beiden Gitarrenhexer Hank Sherman und Michael Denner
mit ins Boot geholt hat, sondern vor allem auch den King höchst
selbst... so scheint es jedenfalls, klingt der Eidolon Shouter dem
werten Herrn Diamond bei dieser Höllennummer doch wirklich zum
verwechseln ähnlich!! Geile Sache und ein eindrucksvoller Schlussstrich
unter ein tolles Power Metal Album!! |