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Das
ist sie, eine der genialsten US Metal Entdeckungen der letzten Jahre!!!
Enchanter heißt die Band, die 1991 gegründet wurde, 2001 diese CD
aufgenommen hat und damit komischerweise erst jetzt für Furore sorgt.
Warum die Band aus Übersee zumindest vom hiesigen Underground so lange
Zeit unentdeckt blieb, ist mir eigentlich ein Rätsel, macht aber nichts,
denn getreu dem Motto "Gut Ding will Weile haben" werden Enchanter
spätestens jetzt kräftigst abräumen, da bin ich mir sicher! Nicht nur
das verwunschene Artwork sorgt alsdann für 'nen massigen Sympathiebonus,
nein auch die Mucke zieht den Hörer -ganz gemäß dem Bandnamen- in
Windeseile in ihren magischen Bann. Allein der erste Song "Atlantis" hat
einfach alles, was ein grandioses Metal-Feuerwerk braucht, angefangen
bei einem mystisch-düsteren Intro über wunderbar durchdachten,
spannenden Aufbau bis hin zu irrsinnigem Gesang und nicht zuletzt auch
einen interessantem textlichen Background. Hier wird auf's Kauzigste
drauflosgerockt und nicht nur musikalisch, sondern auch soundtechnisch
fühlt man sich sogleich in die besten 80er zurückversetzt, als Bands wie
Omen, Manilla Road oder Cirith Ungol sich in vollster Blütezeit befanden
und unsterbliche Metal-Klassiker gezaubert hatten! Und bei allen Göttern
des Stahls, Enchanter schlagen haargenau in diese Kerbe!!! So geht's
dann auch gleich zünftig weiter mit dem richtig heavy daherbrummenden "Dark
Rider" und dem von düsteren Melodien getragenen "Shadows", welche alle
beide unglaublich packende Kauzmetal-Hämmer sonder gleichen sind!!! "Norse
Trilogy" lässt es dann im Anschluss etwas ruhiger anfangen, beginnt
dieser fantastische Track doch mit einem balladesk-getragenen Part,
schraubt sich zu einem furiosen Powerstück empor und gipfelt letztlich
einem von ehrfurchtsvoll gesprochenen Schlussteil voll von heldenhaftem
Anmut und nicht zu stillendem Feuer! Das anschließende Instrumental
hätte auch gut auf dem ersten Cirith Ungol-Klassiker "Frost and Fire"
stehen können, erinnert doch gerade der Gitarrensound anfangs mehr als
deutlich an den legendären Jerry Fogle! Wahnsinn, so hab ich ansonsten
höchstens schon mal bei den göttlichen Slough Feg auf deren "Twilight of
the Idols" Scheibe gehört! Doch auch hier lassen Enchanter noch nicht
locker, denn mit der träumerischen, leidenschaftlich gesungenen
Halbballade "Two Stealthed Hearts legen sie gleich das nächste
Meisterstück nach, nur um dann mit dem abschließenden "Isle of Avalon"
noch einmal alles vorweg gegangene zu toppen und einen monumentalen Epic
Metal-Knaller vorzulegen, bei dem man fast schon geneigt ist, zu
glauben, sie hätten ihn direkt von Manilla Road's "Mark of the Beast" LP
geklaut! Aber nein, versteht das jetzt nicht falsch, Enchanter haben es
beileibe nicht nötig, sich ihre Songs irgendwo zusammenzuklauen, sie
schaffen sich ihren höchsteigenen Sound und Stil. Nur was den Spirit und
die Magie ihrer Stücke anbelangt spielen sie halt ganz klar in der
selben Liga wie die ganz Großen, seien es nun alte Haudegen wie Angel
Witch und Brocas Helm oder verhältnismäßig junge Hüpfer wie Ironsword
und Twisted Tower Dire! Normalerweise wäre bei einer hoffnungsvollen
Neuentdeckung jetzt 'ne abschließende Floskel ala "Man darf gespannt
sein, was die uns noch so präsentieren werden!" angebracht, doch bei
einer Band von solch überwältigender Klasse wäre dies noch um Längen zu
tief gepokert! Hier muss man nicht gespannt sein, hier ist man
felsenfest sicher, dass auch die kommenden Alben allesamt absolute
Meisterstück sein werden! Also Jungs, haut rein und beschert uns mehr
Oldschool Metal der Spitzenklasse! |