Rubrik:
Format:
Spielzeit:
Release:
Vertrieb:
Genre:
FSK: |
Neuerscheinung
DVD
80 Minuten (+Bonus)
2007
Warner Bros
Horror/Splatter
18 |
Regie: Christian Viel
Producer: C. Caruana, D. Everett & W. R. Mariani
Drehbuch: Christian Viel & William R. Mariani
Cast: Bobbie Phillips (Karen) ; Howard Rosenstein (Paul) ;
Brandi-Ann Milbradt (Shae) ; Phil Price (Steve) ; Gillian Leigh
(Barbara) ; Neil Napier (Jim) ; Heidi Hawkins (Tara) ; Richard Grieco
(Mark) ; Chasey Lain (Amy) ; Jenna Jameson (Jenny) ; Ginger Lynn Allen
(Pandora) ; Taylor Hayes (The Breeder) |
|
Was
soll man schon von einem Lowbudget Gruselschocker halten, bei dem
reihenweise Stars aus der Erwachsenenunterhaltung mitspielen und der uns
gleich in der allerersten Szene Zeuge davon werden lässt, wie es der
abgehalfterte "21 Jump Street"-Darsteller Richard Grieco mit der
rassigen Erotikdarstellerin Chasey Lain in einem Zelt treibt... klar,
solch ein Streifen kann nur eines sein, nämlich spitze!!
Zwar wird die gute Chasey schon wenige Augenblicke später von ein paar
menschenfressenden Mutanten in der Mitte durchgesäbelt und auch der arme
Richard findet sich kurze Zeit darauf als Spanferkel am Spieß wieder,
doch sollte man dem zeitigen Ableben der beiden Liebenden nicht allzu
viele Tränen nachweinen, denn nach dieser überaus kultigen Einleitung
legt "Evil Breed" ordentlich los und es geht sogleich Schlag auf
Schlag weiter.
Denn wie's der Zufall so will hat auch prompt eine Gruppe dumpfbackiger
US Studenten die Reise über den großen Teich angetreten, so dass sie nun
in einem klapprigen VW Bus durch Irland tingeln, um dort direkt vor Ort
etwas über keltische Druiden und deren groteske Rituale zu erfahren.
Dabei machen die ahnungslosen Teenager natürlich genau in der Gegend
halt, wo kurz zuvor bereits Chasey und Richard abgemurkst wurden und so
ist ihr Aufeinandertreffen mit den mutierten Kannibalen, die hier ja
ebenfalls hausen, eigentlich nur noch eine Frage von Minuten!!
Doch bevor es soweit ist und sich ein armer Sack nach dem anderen in der
urigen Höhle der Menschenfresser wieder findet, vertreiben sich unsere
Freunde erst einmal die Zeit damit, Horrorfilme zu gucken, massenhaft
Machosprüche zu reißen, die obligatorische Quotenstreberin zu piesacken
und ganz nebenbei auch noch mal die Bekanntschaft der Rucksacktouristin
Jenny alias Pornoqueen Jenna Jameson zu machen... ihr seht, die
Geschichte zu "Evil Breed" schreit zwar nicht gerade nach einem
Innovations-Preis, dennoch aber ist sie solide gestrickt und darüber
hinaus auch noch randvoll gedonnert mit allem, was das Splatterherz
höher schlagen lässt!!
So kriegen wir im Verlauf dieser knapp 80 minütigen Horrororgie nicht
nur massig viel nacktes Fleisch, dumme Sprüche, einfältige Teenager und
unfreiwillig komische Killer zu Gesicht, sondern vielmehr können wir uns
auch schon mal auf literweise Blut, eimerweise Innereien und eine ganze
Reihe ausgiebiger Splatterszenen gefasst machen, die allesamt gut in
Szene gesetzt sind und -- was ich persönlich immer besonders cool finde
-- auch ein gewisses Maß an Selbstironie und Humor nicht vermissen
lassen.
Dem kanadischen Regisseur Christian Viel ist bei "Evil Breed" eine
unterhaltsame Mischung aus klassischem Horror und heftigem Splatter
gelungen, die sich selber nie zu ernst nimmt und auch des Öfteren mal
mit überspitzten Comedyelementen zu punkten weiß.
Da passt's dann auch regelrecht ins Bild, dass z.B. die Mutanten wenig
Furcht einflößend wirken und eher aussehen wie die unehelichen Kinder
vom Toxic Avenger und dem Castlefreak oder dass ein Großteil der Dialoge
ziemlich sinnfrei daherkommt und sich die Charaktere in vielen
Situationen einfach nur dämlich verhalten. Und selbst das wenig Sinn
machende Ende nimmt man als Trashfan gerne in Kauf...
Denn unter'm Strich ist "Evil Breed" einfach ein spaßiger, lockerer
Splatterstreifen, bei dem alle genre-typischen Zutaten gekonnt
verwurstet wurden und den man als B-Movie Liebhaber allein schon
aufgrund des genialen Castings mitsamt der ganzen Pornostar-Cameos
einfach gern haben muss.
Wer hier einen künftigen Meilenstein des Splatter- und Horrorfilms vom
Schlage eines "Zombies Im Kaufhaus" oder "Tanz Der Teufel" erwartet,
dessen riesengroße Erwartungen werden sicherlich nicht so ganz erfüllt
werden, wem der Sinn jedoch einfach nur nach einem trashiges Metzelfest
mit kultigem Flair und coolen Effekten steht, dem stehen bei "Evil Breed"
mit Sicherheit spaßige und unterhaltsame 80 Minuten bevor!! |