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Nach
einem pseudomystischen Intro donnert mir vollkommen entfesselter
Thrashmetal entgegen, der ganz so klingt, als wäre die Zeit1985 einfach
stehengeblieben, vielleicht schon 1984. Diese jungen Brasilianer
orientieren sich auf dem bereits 2004 erschienenen Debütalbum eindeutig
an der teutonischen Thrashgarde zwischen Ruhrpott und Schwarzwald. Die
Vocals sind quietschig, rauh und dreckig, sehr zornig und boshaft, ganz
als wäre da ein wildgewordener Berserkergnom am Mikro aktiv. An
eindringlichen, mitreißenden Riffs mangelt es hier ebensowenig wie an
vollkommen entfesselten Leads und tosenden Rhythmen. Man wechselt
innerhalb der Songs gerne mal die Passagen, variiert die
Geschwindigkeit, baut schön rumpelige Breaks ein, die als Übergänge vom
Hyperspeed zum gemässigten Up Tempo dienen. Ja, das ganze klingt doch
recht außer Rand und Band und sicherlich sind FARSCAPE instrumental auch
nicht die Hexer, ihre Hingabe ist dafür um so größer und dadurch
entstehen erst die Killersongs. Der Sound der Scheibe ist extrem räudig
und dreckig, hat Democharakter und bringt gerade die außer Kontrolle
geratene Energie der Band so gut rüber. Ich muß einer Band wie FARSCAPE
weitaus mehr Power zugestehen als alles Hyperblastkapellen zusammen und
derer viele sind es. Jo, FARSCAPE machen einfach SPASS und sind zusammen
mit Bands wie DEATH BEAST, GAMA BOMB oder TOXIC HOLOCAUST eine der
besten aktuellen Thrashtruppen im Stil der 80er, ein wenig rumpelig und
verflucht charmant. Pflicht! |