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Neuerscheinung
CD
56:28 Minuten
2007
Pure Steel Records
Epic Metal
Italien |
Songs:
Riding To The Battle (Intro) ; Me, River ; The Man Without End ; Spatial
Dinasty ; Wind Of War ; Valley Of The Dragon ; Secret Of Rune ; I See
Steel ; Corrupted King ; Pandemonic Ride (The Last March) |
|
Au
Backe... die italienische Herkunft, der klischee-beladene Bandname, das
kitschige Arwork mitsamt eisblauem Wikinger und dazu dann auch noch ein
unfreiwillig komischer Songtitel wie "I See Steel"... das schreit ja
alles förmlich nach klebrigem Melodic-Kleister, wie ihn berüchtigte
Kitschmetalschmieden wie Limb Music oder Underground Symphonie vor
einigen Jahren zu Tausenden auf die gebeutelte Metallerschaft
losgelassen haben!! Doch, weit gefehlt, zum Glück führen uns all diese
Indizien im Fall von Icy Steel auf eine gänzlich falsche Fährte, denn
anstatt in Richtung Hammerfall, Highlord und Skylark zu musizieren,
orientieren sich die vier Herren aus dem Pizzaland eher an Bands wie
Doomsword, Bathory oder Manowar und stampfen -- das epische Sword of
Steel hoch in die Lüfte gereckt -- stolzen und gezielten Schrittes in
Richtung Battlefield, wo es gilt die Horden von Ungläubigen mit
glühendem Stahl das Fürchten zu lehren. Ihr seht, Icy Steel tragen schon
mächtig dick auf und ab und an muss man schon ein wenig schmunzeln ob
der Über-Trueness dieser Truppe, aber was soll's, irgendwie gehört ein
gewisses Maß an comicartiger Übertreibung zum traditionellen Heavy Metal
ja auch dazu wie die Bärenfellunterhöschen zu den frühen Manowar oder
der goldene Brustpanzer zum kanadischen Muskelrocker Thor!! Somit sei's
dann auch Icy Steel gegönnt hier aus den Vollen zu schöpfen, nicht
zuletzt auch deshalb weil sie dabei mit wirklich guten Songs
auftrumpfen, die zwar nicht unbedingt durch instrumentale
Ausnahmeleistungen und progressive Irrfahrten bestechen, wohl aber das
Metal Heart am rechten Fleck tragen und mit unheimlich viel Leidenschaft
und Hingabe zelebriert werden!! Der altertümliche, von heldenhaftem
Pathos durchströmte Wikingermetal von Icy Steel packt einen halt direkt
in der Brust und auch wenn die Band ihren Stücken nicht ganz solch einen
Tiefgang und so eine Dichte mitgeben kann, wie es z.B. bei Doomsword der
Fall ist, so sind Kracher wie "Wind Of War" oder "Corrupted King" doch
tolle Epic Metal Stücke, die keinen Fan des Genres enttäuschen dürften!!
Schwer wie Hagelkörner, mächtig wie Donnerschläge und furchtlos wie eine
Horde Nordmänner auf Plünderfahrt lassen Icy Steel ihre stählernen
Metallbolzen erklingen und so liefern sie mit dieser selbstbetitelten CD
einen klasse Einstand, an dem sich alle True- und Epic Metalheads
sicherlich ebenso schmatzend laben werden, wie Obelix an einem frisch
erlegten Wildschwein!! |