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Unverfälschten
80er Heavy Metal in Reinkultur haben sich die fünf Schweden von In
Solitude auf ihre Fahnen geschrieben und so schießen mir beim Anhören
ihres starken, selbstbetitelten Debütalbums auch sofort kultige Namen
wie Mercyful Fate, Ostrogoth, Evil oder Iron Maiden durch den Kopf. Mit
ordentlich undergroundigem Charme und einer guten Portion Düsternis im
Gepäck schickt sich das unheilige Quintett aus Uppsala an, in bester
Oldschool-Tradition zu rocken und für schwingende Matten zu sorgen.
Wenn Sänger Hornper mit getragener Stimme den "Witches Sabbath"
zelebriert, das Gitarrenduo Lindström und Gustavsson mit galoppierenden
Riffs den "7th Ghost" beschwört oder die gesamte Band der "Faceless
Mistress" zu Füßen liegt und im "Temple Of The Unknown" den
Metal-Göttern huldigt, dann kommt man als geneigter Headbanger der alten
Schule jedenfalls voll auf seine Kosten und kann sich auf einen
dämonischen Classic Metal-Orkan gefasst machen, der ohne Rücksicht auf
Verluste über einen hinweg fegt und wahrlich keine Gefangenen macht.
Wie ihre Landsleute von Portrait, Enforcer, Wolf und Helvetets Port, so
schmieden auch In Solitude einen absolut authentischen, vom wahren Geist
beseelten 80er Stahl, der einmal mehr deutlich macht, dass es auch heute
noch immer wieder junge, aufstrebende Truppen gibt, die nahtlos da
weiter machen, wo die großen Kultbands der Vergangenheit vor gut und
gerne 25 Jahren aufgehört haben.
Als Kuttenträger und 80er Purist kann man mit dieser durchweg
erstklassigen Scheibe jedenfalls nichts falsch machen und alle
qualitätsbewussten Headbanger können sich schon mal darauf freuen, die
Band in den nächsten Wochen nicht nur daheim im Wohnzimmer abzufeiern,
sondern auch bei dem einen oder anderen Gig auf deutschem Boden, wie
z.B. auf dem kommenden Keep It True-Festival in Lauda-Köigshofen, das
zottelige Haupthaar zu den unheiligen Hymnen von In Solitude zu
schwingen!! |