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Das
Vorgängeralbum zu “Unconscience“ liegt inzwischen schon das eine oder
andere Jährchen zurück und da’s auch schon eine ganze Weile her ist,
dass ich’s mir das letzte Mal zu Gemüte geführt hab, ist mir die
Erinnerung daran leider nicht mehr ganz so gegenwärtig. Das werd ich bei
Zeiten wohl mal wieder auffrischen müssen... na ja, wie dem auch sei,
mit besagtem “Unconscience“ Album legen die kanadischen Power Metaller
von Ivory Knight nun ihr aktuelles Eisen vor und ich muss sagen, ich bin
geplättet... denn obschon ich mich beim Vorgänger düster daran zu
entsinnen glaube, dass er mir sehr gut gefallen hat, so bin ich mir fast
100% sicher, dass das neue Meisterwerk der elfenbeinenen Ritter sogar
noch mal einen oben drauf setzt! Denn “Unconscience“ ist, soviel lasst
euch gesagt sein, ein absolutes Power Metal-Brett, wie es sich wahrhaft
gewaschen hat und wie es derart professionell daherkommt, dass man kaum
zu glauben wagt, dass es sich hierbei wirklich um eine Eigenpressung
handelt... vom starken Artwork und dem dazu stimmigen Booklet über den
kräftigen Klang (der übrigens von niemand Geringerem als der kanadischen
Thrash Metal Ikone Jeff Waters von Annihilator veredelt wurde) bis hin
zu den wirklich bärenstarken Metalsongs ist hier alles von 1A Qualität
und je öfter man das Album im Player rotieren lässt, desto mehr kommt
einem der Gedanke, dass es eine wahre Schande ist, dass sich nach wie
vor noch keine Plattenfirma dazu entschieden hat, dieser Ausnahmetruppe
release- und promotiontechnisch unter die Arme zu greifen... und dies in
Zeiten, in denen die Labels so ziemlich jeden halbgaren Durchschnittsact
mit offenen Armen in Empfang nehmen und zur großen Sensation
aufzubauschen versuchen... im Falle von Ivory Knight könnten sie da auf
all die großspurigen Sprüche und die Effekthascherei verzichten, diese
Band würde allein durch ihre Musik überzeugen, aber na gut, wenn man in
bei den entsprechenden Companies kein Interesse an dieser Band hat,
bitte sehr, sie werden’s auch so schaffen, wie “Unconscience“ mehr als
deutlich zu unterstreichen weiß! Denn nicht nur ist ein jeder der vier
Musiker ein wahrer Könner seines Faches, nein, was viel wichtiger ist,
Ivory Knight treten auch als Band geschlossen und stimmig auf und
schmieden dabei wahrlich grandiose Hymnen, denen es weder an der nötigen
Power mangelt, um den Headbangern richtig deftig in den Allerwertesten
zu treten, noch am passenden Maß an spielerischer und kompositorischer
Finesse, um selbst die anspruchsvollen Kopfhörerfreaks mehr als bloß
gnädig zu stimmen. Besonders hervor sticht dabei auch Sänger John
Devadasan Perinbam, der seiner astreinen, sauberen Stimme immer auch
einen etwas rauen Unterton befügt und so geschickt auf dem schmalen Grad
zwischen klanglich einwandfreiem Vokalisten und
kantig-wiedererkennenswertem Shouter balanciert! Songlich haben sich
Ivory Knight, wie gesagt, dem traditionellen Power Metal verschrieben,
dem sie - sphärischen Keyboards und anderem genretypischen Beiwerk - sei
Dank stets eine leicht progressive Komponente beifügen, ebenso wie sie,
vor allem im Gitarrenbereich, auch vor Ausflügen in härtere, bratendere
Regionen nicht zurückschrecken. Doch ganz egal wo genau sie gerade den
Schwerpunkt setzen, zu Gefallen wissen Ivory Knight wirklich zu jeder
Zeit. Und somit kann ich jedem Power Metal-Fan nur wärmstens anraten,
sich das superbe und dank seines Abwechslungsreichtums auch über lange
Zeit hinweg spannende “Unconscience“ Album nach Hause in die Sammlung zu
stellen!!! |