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Ja
ist das ein Hammer! Eine neue NO BROS Scheibe nach 20 Jahren Pause, dann
noch mit einem meiner Lieblingssänger, Lem Enzinger von den
österreichischen Kultmetallern U8, die es damals locker als Mischung aus
RUSH und SAXON hätten schaffen sollen und doch nur Kultstatus genießen.
Wie auch immer, ich schweife ab vor Begeisterung. Lem singt zwar um
einiges bluesiger und tiefer als früher, aber ist und bleibt ein
klassischer Heavyrocker, der zu den ganz Großen gehört. Nun ist er der
„Neue“ in der Band, die Restbesetzung hat schon auf den klassischen NO
BROS Scheiben der 80er aufgemuckt, daß sich die Balken bogen.
Die inzwischen leicht angegrauten und etwas weniger behaarten Herren
sind mit der neuen Scheibe zurück zu ihren frühen Werken gegangen, also
ganz klassischer, straighter Heavyrock mit fetten Orgelsounds, einigen
coolen, abgeflogenen Synthies, krachender, straighter Gitarrenarbeit mit
wirklich leidenschaftlich inszenierten Soli von Ösi Legende Klaus
Schubert (mit dem Sänger Lem ja auch schon länger Musik macht) und
erdigen, treibenden Rhythmen.
NO BROS machen mit diesem Album mal eben einen großen Teil der neuen
Scheiben klassischer Bands unnötig, bringen RIOT an den Rand des
Absturzes (wobei deren neue CD noch sehr schön ist), treiben UFO darüber
hinweg, lassen die finnischen Chartstürmer und Grand Prix Gewinner LORDI
als eben die Clowns dastehen, die sie auch sind. Hier reiht sich eine
Hymne an die nächste, ganz urtraditionell, dem Hörer angenehm vertraut
vorkommend im typischen Stil der frühen 80er und sogar späten 70er, aber
voller Frische und Liebe zur Musik steckend. Da können sich ähnlich
geartete Neubands und alte Helden noch was abgucken. Ich will hier keine
Bands dissen, aber NO BROS zeigen echt mal wieder, wie solche Musik
donnern und krachen kann, nein, muß.
Klar sind sie mainstreamtauglich und natürlich werden sie fettere
Konzerte geben, aber hey, Underground oder Mainstream oder irgendwo
dazwischen, solange die Songs so dermaßen reinfetzen wie bei NO BROS ist
es alles vollkommen egal, Klassifizierungen zählen da nicht, sondern nur
das Herzblut, welches durch die Songs strömt.
So ist der Hardrock alter Schule noch schön lebendig! Ganz großes Kino! |