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¬ Serpent Saints "Leather Lucifer"

Rubrik:
Format: 
Spielzeit: 
Release: 
Label:  
Style: 
Land: 
Neuerscheinung
MCD
29:06 Minuten
2008
Independent
Horror Metal
Dänemark
Songs: Deathride ; Leather Lucifer ; Devil's Night ; Bleed Upon The Cross ; Incinerate Them
 

Musiker, die auf Bandfotos T-Shirts von Kultbands wie Ram oder Bathory tragen, haben bei mir eh immer schon einen ordentlichen Stein im Brett. Und wenn sie dann auch noch so coole Oldschool Mucke spielen wie die Dänen von Serpent Saints, dann ist eh alles geritzt.
Ganz in der Tradition von grotesk-verrückten Landsmännern wie King Diamond, Denial Of God und Evil haben sich die fünf unheiligen Gestalten aus Fredericia nämlich auch mit Haut und Haar dem Horror Metal verschrieben und ihre Seelen dem God Of Thunder & Rock'n'Roll verpfändet.
Wenn die Serpent Saints die Bühne betreten, dann verwandelt sich selbige in ein gespenstisch ausstaffiertes Gruselkabinett, das sich  sicherlich auch gut als Set eines alten Hammer Horror-Films machen würde und die Musiker selber, die auf schaurige Pseudonyme wie Martin Impaler oder Ryan D'Molisher hören, erinnern in ihrer pechschwarzen, nietenbehangenen Lederkluft an eine Horde wilder Heavy Metal-Dämonen, die eine unheilige Teufelsmesse abhalten.
In bester Iron Maiden-Manier lassen sie ihre Twin Guitars aufheulen und schmieden einen dunklen, fiesen Classic Metal-Sound mit vielen Anleihen an die NWOBHM und den Euro Metal der 80er. Okkulte Briten Metal-Acts wie Angel Witch, Cloven Hoof und Witchfinder General gehören sicherlich ebenso zu den Faves der Serpent Saints wie zentraleuropäische Monstertruppen wie Mercyful Fate, Witchcross und Living Death. Und auch die kultigsten US Horror Metal-Geschwader wie Halloween, Ripper und Hallows Eve lassen sich aus dem Sound der fünf Dänen heraushören.
Zu der entfesselten, messerscharfen Mucke gesellt sich als i-Tüpfelchen Sänger Therapist, dessen schnoddrige Stimme mich etwas an solch illustre Frontmänner wie King Fowley von October 31, Brian Thomas von Halloween oder Rotten T. Rod von Knightmare II erinnert.
Es wird sicherlich einige Fans geben, denen die rotzigen Vocals eine Nummer zu kauzig sein werden, meiner Meinung nach passen sie aber zu der Musik von Serpent Saints wie die in schwarze Lederhandschuhe gekleideten Killerhände um den blassen Schwanenhals der todgeweihten Jungfrau.
Freunde des Düsteren, Gruseligen und Makaberen sollten sich den Namen Serpent Saints also definitiv schon mal vormerken, haben  wir es hier doch mit einer wirklich starken und ungemein kultigen Newcomer Truppe zu tun, die den bösen Geist des Horror Metals förmlich lebt und mit jedem Atemzug nach außen trägt.
Die hier vorliegende MCD ist übrigens nur zu Promozwecken verteilt worden, der überschwänglichen Reaktionen sei Dank hat die Band aber inzwischen einen Deal mit Stormspell Records landen können, so dass "Leather Lucifer" nun auch ganz regulär im Handel erhältlich sein dürfte. Und glaubt mir, es ist besser, ihr sichert euch diese Scheibe alsbald, denn wenn nicht, dann kommt euch der "Leather Lucifer" holen und wenn ihr dann mit leeren Händen dasteht, dann habt ihr wahrlich schlechte Karten...

Homepage: www.myspace.com/officialserpentsaints (Band) ; www.stormspell.com (Label)

88% by Tobi (28.10.2008)

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