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Es doomed im Land der Pizzas und
Pastas, denn das schwermütige Hard'n'Heavy Quartett Sesta Marconi aus der Nähe
von Rom hat vor gar nicht allzu langer Zeit sein Debütalbum "Ritual
Kamasutra Kitsch" in Eigenregie auf den Markt geworfen und wandelt damit
gekonnt auf den Spuren von kultverdächtigen Doom Königen wie Black
Sabbath, Pentagram, Cathedral oder Thunderstorm.
Schwere Riffs, kraftvolle Vocals und treffsicheres Songwriting
vermischen sich mit einem kultigen 70er Flair, einer fetzigen
Rock'n'Roll Attitüde und einigen
psychedelischen Arrangements und erschaffen so einen gewaltigen Sound,
den die Band selbst als "Voodoo style Doom'n'Roll" bezeichnet und der
für alle Freunde von abgefahrenem und vor allem auch richtig gutem Doom Metal
genau das richtige Futter sein dürfte. Und auch alle diejenigen, denen
puristische Doomklänge meist eine Nummer zu langsam ausfallen, können
ruhig mal ein Ohr riskieren, da Sesta Marconi neben den obligatorischen
Lavapassagen auch viele flotte Parts in ihre Songs mit einbauen, bei
denen sie es ordentlich krachen lassen und mit beachtlichem Tempo durch die
Botanik preschen.
Nach dem verstörenden Intro "Retrogradio" geht es mit dem mächtigen "In
Gloom" sofort erstklassig los und Sesta Marconi bringen eine gewaltige
Doomlawine ins Rollen, welche die nächsten sechs Minuten über alles
platt walzt, das ihr im Weg steht. Mit dem treibenden "Skeletons Party"
wird im Anschluss dann das knochige Tanzbein in bester The
Obsessed-Manier geschwungen, ehe die Band danach mit dem längsten und
psychedelischsten Track der CD, dem fast 10 minütigen "LSWD"
einen höllischen Groove vom Zaun bricht und den wilden Doom-Reigen
danach mit dem exzentrischen Titeltrack fulminant ausklingen lässt.
Alles in allem ist "Ritual Kamasutra Kitsch" somit eine wirklich coole
Scheibe geworden, die nicht nur mit einem abgefahrenen Titel, sondern
vor allem auch mit vier nicht minder verrückten Doomrock Hymnen
aufwarten kann, von denen jede einzelne locker das Zeug dazu hat,
sämtliche anwesende Slow Motion-Jünger im Nu in vollste Extase zu
versetzen. |