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¬ Sesta Marconi "Ritual Kamasutra Kitsch"

Rubrik:
Format: 
Spielzeit: 
Release: 
Label:  
Style: 
Land: 
Neuerscheinung
MCD
30:21 Minuten
2008
Independent
Doom Metal
Italien
Songs: Retrogradio ; In Gloom ; Skeletons Party ; LSWD ; Ritual Kamasutra Kitsch
 

Es doomed im Land der Pizzas und Pastas, denn das schwermütige Hard'n'Heavy Quartett Sesta Marconi aus der Nähe von Rom hat vor gar nicht allzu langer Zeit sein Debütalbum "Ritual Kamasutra Kitsch" in Eigenregie auf den Markt geworfen und wandelt damit gekonnt auf den Spuren von kultverdächtigen Doom Königen wie Black Sabbath, Pentagram, Cathedral oder Thunderstorm.
Schwere Riffs, kraftvolle Vocals und treffsicheres Songwriting vermischen sich mit einem kultigen 70er Flair, einer fetzigen Rock'n'Roll Attitüde und einigen psychedelischen Arrangements und erschaffen so einen gewaltigen Sound, den die Band selbst als "Voodoo style Doom'n'Roll" bezeichnet und der für alle Freunde von abgefahrenem und vor allem auch richtig gutem Doom Metal genau das richtige Futter sein dürfte. Und auch alle diejenigen, denen puristische Doomklänge meist eine Nummer zu langsam ausfallen, können ruhig mal ein Ohr riskieren, da Sesta Marconi neben den obligatorischen Lavapassagen auch viele flotte Parts in ihre Songs mit einbauen, bei denen sie es ordentlich krachen lassen und mit beachtlichem Tempo durch die Botanik preschen.
Nach dem verstörenden Intro "Retrogradio" geht es mit dem mächtigen "In Gloom" sofort erstklassig los und Sesta Marconi bringen eine gewaltige Doomlawine ins Rollen, welche die nächsten sechs Minuten über alles platt walzt, das ihr im Weg steht. Mit dem treibenden "Skeletons Party" wird im Anschluss dann das knochige Tanzbein in bester The Obsessed-Manier geschwungen, ehe die Band danach mit dem längsten und psychedelischsten Track der CD, dem fast 10 minütigen "LSWD" einen höllischen Groove vom Zaun bricht und den wilden Doom-Reigen danach mit dem exzentrischen Titeltrack fulminant ausklingen lässt.
Alles in allem ist "Ritual Kamasutra Kitsch" somit eine wirklich coole Scheibe geworden, die nicht nur mit einem abgefahrenen Titel, sondern vor allem auch mit vier nicht minder verrückten Doomrock Hymnen  aufwarten kann, von denen jede einzelne locker das Zeug dazu hat, sämtliche anwesende Slow Motion-Jünger im Nu in vollste Extase zu versetzen.

Homepage: www.webalice.it/sestamarconi/ (Band) ; www.myspace.com/sestamarconi (MySpace)

87% by Tobi (17.09.2008)

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