|
Zumindest
wenn man dem beiliegenden Promozettel Glauben schenken darf, dann haben
wir's hier mit einer echten Obskurität zu tun, denn da steht
geschrieben, dass dieses Album bereits vor über 20 Jahren vom Steel
Rider-Mastermind Rik Harley aufgenommen wurde.
Ob er's komplett im Alleingang eingespielt hat oder ob ihm noch andere
Mucker bei den Aufnahmen zur Seite standen, das ist angeblich nicht
bekannt, denn kurz nachdem er den Deal mit Victor Victor Music im Jahre
1999 besiegelt hatte, soll Harley von der Bildfläche verschwunden und
bis dato nicht wieder gesehen worden sein. Demnach wären die sieben
Songs auf "Eat The Monster" durchaus als so etwas wie sein musikalisches
Vermächtnis zu betrachten...
Ob man uns hier einen Bären aufzubinden versucht oder ob sich diese
abenteuerliche Geschichte wirklich so ereignet hat, das lass' ich
einfach mal dahingestellt, denn letzten Endes hat's mit der Qualität der
Songs ja eh nichts zu tun, auch wenn es natürlich den Coolness-Faktor
einer Band ordentlich nach oben treibt, wenn sich um die Musiker die
abenteuerlichsten und fantastischsten Geschichten ranken.
Was den Sound angeht, so erwartet uns auf "Eat The Monster" jedenfalls
schnörkelloser, rotziger 80s Heavy Metal mit einer Ordentlichen Portion
Rock'n'Roll beigemischt, wie man es z.B. auch von alten Helden wie TT
Quick, The Rods, Fastway oder Tank her kennt. Schnoddrig und ohne
irgendwelche Kompromisse einzugehen schüttelt Harley einen oldschooligen
Midtempo-Banger nach dem anderen aus dem Ärmel als wären es Asse in
einem Kartenspiel...
Die Mucke ist zwar alles andere als originell und die etwas blechige
Produktion dürfte gerade bei Highend-Jüngern alles andere als für
Begeisterungsstürme sorgen, dennoch aber haben die gusseisernen
Halsabschrauber vom Schlage eines "Rock Hard", "Let The Kids Rock" und
"Bombs Away" ihren ganz eigenen Charme und dürften zumindest bei den
Underground-Fanatikern und Kultmetal-Freaks unter euch bestens ankommen.
Wen das katastrophale Artwork also nicht gleich wieder abschreckt und
wer sich auch mit einem rauen Sound anfreunden kann, der kann sich im
Falle von Steel Rider's "Eat The Monster" auf eine ungeschliffene
Oldschool-Attacke mit Headbang-Garantie freuen. |