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Oh man, da hab ich's doch auf'm
The Gates Of Slumber-Gig in Itzehoe glatt verpennt, mir das neue Album
der amerikanischen Doom Kings zuzulegen und als ich's dann wenig später
bestellen wollte, waren sämtliche Kopien bereits vergriffen und weder
die Band, noch das Label, noch die einschlägigen Mailorder hatten "Suffer
No Guilt" noch im Programm... wie's der Zufalle so wollte hab ich dann
aber doch noch ein Exemplar auftreiben können und den Metalgöttern sei's
gedankt, denn diese Scheibe zu verpassen wäre wirklich eine kleine
Katastrophe!! Haben The Gates Of Slumber auf ihrem Debütalbum "The
Awakening" und der nachfolgenden Mini CD "Like A Plague Upon The Land"
bereits absolut überragenden und keine Kompromisse eingehenden True Doom
Metal von wahrem Weltklasse-Format zum Besten gegeben, so setzen sie mit
ihrer aktuellen Scheibe sogar noch mal einen drauf und liefern ihr
bisheriges Meisterstück ab -- ein gigantisches Monument gewaltigsten
Lavasounds, dessen schiere Wucht und Masse ganze Landstriche unter sich
begraben könnte!! Martialisches, von ungemeiner Power getriebenes und
von ergreifenden Leads durchzogenes Riffing donnert heftigst aus den
Boxen und trifft mit gewaltigen Bassläufen und fulminanten
Schlagzeug-Rhythmen zusammen und bildet so einen gigantischen
Monstersound von überwältigender Heavyness!! Wenn sich zu diesem
kraftstrotzend-schleppenden Höllenmetal dann auch noch die angerauten
und doch melodischen Vocals von Frontmann Karl Simon hinzutun und voller
Inbrunst Wahnsinnszeilen wie "We're the templars of doom / The false
fear the wrath / Through the murk and the gloom / We cleave a bloody
path" zum Besten geben, dann schwebt garantiert auch der allerletzte
Doom Jünger im siebten Metalhimmel und schwingt voller Andacht die
Matte!! Auf "Suffer No Guilt" dämmert, kriecht und donnert von vorn bis
hinten erhabenster Doom Metal wie zu besten St. Vitus, Trouble und
Witchfinder General-Zeiten!! Massiv, mächtig und mit königlicher
Urgewalt lassen The Gates Of Slumber ihre Songs erschallen als wären es
die Trompeten, die das jüngste Gericht einleiten!! Hiervon unbeeindruckt
zu bleiben, dass ist wahrlich ein Ding der Unmöglichkeit.
Doch Vorsicht, Fahrstuhlmusik-Fans und Nebenbeihörern machen Karl, Jason
und Chris einen deftigen Strich durch die Rechnung, denn alleine schon
das brachiale Triumvirat "Suffer No Guilt" (14:06), "Riders Of Doom"
(12:12) und "God Wills It" (20:22) wartet mit massiver Überlänge auf und
verlangt somit nach ausgiebiger und geduldiger Beschäftigung. Doch genau
so soll's ja auch sein, uriger Doom Metal wie ihn The Gates Of Slumber
spielen war schließlich schon immer Musik für echte Freaks und
Wahnsinnige und hat mit öliger Easy Listening-Mucke in etwa so viel am
Hut wie Conan der Barbar mit dem frohlockenden Durch-die-Wolken-Hopsen
der Glücksbärchies... wer sich also Doom
Jünger schimpft und vor allem auf zähe, mächtige Oldschool Kost so
richtig abheizt, den erwartet mit "Suffer No Guilt" ein absolutes
Referenzwerk des Genres, welches den Hammerteilen von dunklen Meistern
wie Reverend Bizarre, Warning, Orodruin oder Minotauri wirklich in
keiner Weise nachsteht!! The Gates Of Slumber sind, das muss man
einfach so sagen, eine absolute Macht in Sachen tonnenschwerer und
markerschütternder Doom Metal und ihr aktuelles Album kann man jetzt
schon guten Gewissens als Klassiker kommender Tage bezeichnen!!
Dementsprechend ist dann auch nicht nur die Musik von wahrlich erlesener
Güte, sondern auch das Verpackung lässt die Augen vor Begeisterung
beinahe aus dem Schädel springen. Angefangen von dem brillanten Ken
Kelly-Artwork, das einen zornigen Nordmann beim Einschlagen des Schädels
seines Feindes zeigt, über das wunderbare, in edlem Gold daherkommende
Layout bis hin zum dicken Booklet mitsamt Fotos, Texten und Linernotes
zu jedem Song werden hier Geschütze aufgefahren, wie sie mächtiger und
beeindruckender kaum sein könnten!! Somit ist "Suffer No Guilt" unter'm
Strich in wirklich jedem nur erdenklichen Belangen schlichtweg
überwältigend ausgefallen und darf folglich auch in keiner anständigen
Doom-Collection fehlen!! Zuschlagen ist für euch hier also ebenso
Pflicht wie für den Wikinger auf dem Cover... ;) Ach ja, dass ich am
Anfang dieses Reviews geschrieben hab, dass die Scheibe fast überall
restlos ausverkauft ist, sollte euch nicht weiter stören, denn wie ich
direkt aus dem Hause I Hate Records erfahren hab, ist die Nachpressung
bereits in der Mache und dürfte zu der Zeit da ihr dies hier ließt
vielleicht sogar schon erhältlich sein!! |