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¬ The Loving Tongue "Distant Dreams"

Rubrik:
Format: 
Spielzeit: 
Release: 
Label:  
Style: 
Land: 
Neuerscheinung
DCD
44:14 + 44:08  Min.
2003
Locrian
Heavy/Prog Rock
Australien
Songs:
Universal Love ; Going crazy ; Why did you cry tonight ; Queen of the night ; Loving ways today ; Crying for my woman ; Evil in the Sky ; Lady in Black ;
King of the darkest Night ; Lost Princess ; Sacred Winds ; Indian Chief ; Death ; Warriors of Enchantment ; Lady of the Sea ; Soft lonely love

The Loving Tongue, die zweite Band des Raven Black Night Kopfes Jim Petkoff, macht es mir mit ihrem wahnsinnigen Doppelalbum "Distant Dreams" wahrlich nicht leicht... denn allein der Versuch, diesen kunterbunten, knapp 90 minütigen Ritt auf der 70s Rock Achterbahn in halbwegs angemessene Worte zu fassen, lässt mich ein ums andere mal an meine Grenzen stoßen. Bei einer derartigen Fülle an unterschiedlichen Einflüssen, Klängen und Stimmungen, wie man sie hier dargeboten kriegt, ist es beinahe unmöglich, einen geeigneten Einstieg ins Geschreibsel zu finden... mal erinnert mich das australische Powertrio an die alten Uriah Heep, dann wieder an die frühen Black Sabbath und dazwischen tummelt sich so ziemlich alles von Jethro Tull bis Candlemass, von Jimi Hendrix bis Van der Graaf Generator, von Hawkwind bis Judas Priest und von Kansas bis King Crimson... und als wenn das noch nicht genug wär, gesellen sich von Zeit zu Zeit auch immer wieder allerlei völlig obskure Einsprengsel dazu, wie beispielsweise indianische Ritengesänge bei "Sacred Winds", gregorianische Chöre bei "Death" oder streckenweise in slawischen Sprachen  verfasste Lyrics bei "Soft lonley Love"!! Und so unvorstellbar dies auf dem Papier auch aussehen mag, so wahnwitzig und fantastisch klingt es in der Realität!! Denn trotz der schier unendlichen Fülle an verschiedenen Ideen, Stilen und Einflüssen, die im Zuge der 16 Songs wie in einem Schmelztiegel zusammenlaufen, gelingt es dem irrsinnigen Dreigespann nicht nur, stets nachvollziehbar und verständlich zu klingen, sondern obendrein auch noch wunderbar zu rocken und neben allerlei verwunschen-traumhaften Augenblicken auch 'nen ganzen Batzen wilderer Momente zu erschaffen, bei denen man gar nicht anders kann als wie von der Tarantel gestochen durch's Wohnzimmer zu flippen!! Ebenso bezaubernd und wunderbar wie die beseelt gespielte und herzhaft gesungene Musik sind übrigens auch das Artwork und das Booklet, welche vor fantastischen Motiven und prächtigen Farben nur so strotzen und dem Auge ebenso ein Schmankerl sind, wie's die umwerfende Musik den Ohren ist!! Wen es also nicht weiter stört (oder vielleicht sogar ein wenig reizt), dass viele der Songs sich erst nach einer ganzen Reihe an Durchläufen in voller Pracht erschließen lassen und wer seine Musik gerne so geschaffen sieht, dass sich auch nach dem hundertsten Mal noch neue Nuancen entdecken lassen, den erwartet bei "Distant Dreams" eine kunterbunte Reise durch eine wahrhaft magische Klanglandschaft, gegen die selbst ein strahlender Regenbogen beinahe mausgrau erscheint...

Homepage: http://www.geocities.com/thelovingtongue/ (Band)
Email: lovingtongue@hotmail.com (Band)

95% by Tobi (04.12.2005)

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