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¬ The Wandering Midget "The Serpent Coven"

Rubrik:
Format: 
Spielzeit: 
Release: 
Label:  
Style: 
Land: 
Neuerscheinung
CD
54:24 Minuten
2008
Eyes Like Snow
Doom Metal
Finnland
Songs:
Pillars Of Sapiris ; Taynia ; Family Curse ; The Thing From The Black Reef ; Bring Forth The Accused ; The Serpent Coven

Im letzten Jahr konnten die drei jungen Finnen von The Wandering Midget ja schon mächtig mit "I Am The Gate", dem offiziellen CD Release ihrer ersten beiden Demos, punkten, nun folgt mit "The Serpent Coven" ihr erstes richtiges Studioalbum und schnell wird klar, dass das frostige Trio mit dem tonnenschweren Sound in den vergangenen Wochen und Monaten keineswegs auf der faulen Haut gelegen hat.
Vielmehr ist es der Band nämlich wirklich gelungen, den ohnehin schon erstklassigen Eindruck von "I Am The Gate" noch zu überbieten und sich in so gut wie allen Belangen noch einmal zu steigern. Samuel Wormius' kraftvolle Vocals klingen auf "The Serpent Coven" noch eindringlicher, die durchweg überlangen Songs haben noch mehr Durchschlagskraft und Langzeitwirkung und auch in Punkto Zusammenspiel scheinen die drei Gnome auf Wanderschaft besser aufeinander abgestimmt zu sein denn je.
Natürlich lassen sich auch im Jahre 2008 die Reverend Bizarre-Einsflüsse im Sound von The Wandering Midget alles andere als leugnen, doch soll dies keinesfalls ein Kritikpunkt sein, denn zum einen hat nun mal kaum eine andere Band das Doom-Genre in den letzten Jahren derart geprägt und auf den Kopf gestellt wie ebenjene Reverend Bizarre und zum anderen bringen The Wandering Midget in ihren eindringlichen, schwermütigen Kompositionen auch stets genügend eigene Ideen und Ansätze unter um zu jeder Sekunde weit davon entfernt zu sein, als bloßer Clone zu gelten.
Die unheilvollen Riff-Walzen vom Schlage eines "Taynia" oder "The Thing From The Black Reef" sind einfach zu packend, zu überwältigend und schlichtweg zu gut, als dass man als überzeugter Anhänger von episch-brachialen Lavasounds an ihnen irgendetwas zu bemäkeln hätte.
Und dann wäre da natürlich noch das absolute Highlight der Platte, der einfach nur überirdische Rausschmeißer und Titeltrack "The Serpent Coven", der ganz eindeutig zu den besten Doom Metal-Songs gehört, die ich seit Langem gehört habe. Nachdem sich zu Anfang treibende Riffs, schleppende Rhythmen und hypnotische Gesänge die Klinke in die Hand geben, folgt zur Mitte hin ein absolut genialer Uptempo-Part, der wie die Schockwelle einer Atombombe über den Hörer hinweg fegt und nichts als verbrannte Erde zurücklasst. Hier bleibt wirklich kein Stein auf dem anderen und man spürt förmlich, wie sich der Boden unter einem auftut und die gesamte Welt in sich zusammenbricht. Endzeitatmosphäre pur, die in dem apokalyptischen Schlusspart ihr furioses Finale findet. Wer bei diesem wahrhaftigen Monster von einem Doom Metal-Song nicht voller Ehrfurcht in die Knie sinkt, dem könnte wahrscheinlich auch ein wutschnaubender Godzilla einen Mordshieb mit der Pranke versetzen, ohne dass er es überhaupt mitkriegt...
Was bleibt also noch zu sagen? Nicht mehr viel, außer natürlich: Legt euch dieses Album zu, tretet dem Schlangenkult bei und huldigt The Wandering Midget ohne Unterlass!!

Homepage: www.the-wandering-midget.tk (Band) ; www.northern-silence.de/eye.htm (Label)

96% by Tobi (26.10.2008)

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