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Schon
bevor man die neue CD von Zero Down überhaupt das erste Mal gehört hat,
weiß man als geneigter Headbanger und Hard Rocker eigentlich schon, dass
einen hier Großes erwartet.
Das geniale Wild West-Artwork aus der kultigen Feder von Ed Repka (u.a.
Megadeth, Toxic Holocaust, Vio-Lence, etc) springt einem sofort ins
Gesicht, das coole Bandphoto mitsamt oldschooligem Tank-Shirt schreit
förmlich nach Rock'n'Roll und Songtitel wie "Loud, Proud & Evil", "Fistful
Of Dynamite" und "Die Wasted" dürften auch den letzten Zweifel
auslöschen, dass es sich bei "Good Times At The Gates Of Hell" um etwas
anderes als die totale Rock'n'Roll Vollbedienung im schwermetallenen
Gewand handeln könnte.
Und hell yeah, Zero Down treten auf jedem einzelnen der zehn Songs
tierisch Arsch und entfachen einen 40 minütigen Heavy Rock-Wirbelsturm,
der die Ziegel von den Dächern und die Köpfe von den Hälsen fegt!!
Kompromisslos, wild und voller Energie legen Zero Down los und machen
bereits mit dem wüsten Opener und Titeltrack "Good Times At The Gates Of
Hell" keinerlei Gefangene. In bester AC/DC, Thin Lizzy und
Motörhead-Manier wird hier gerozt und gerockt was das Zeug hält!!
Höllisch heiße Twin Guitars, einem Steinhagel gleichkommende Drums und
monster-mäßige Bässe, die den Boden förmlich zum Beben bringen, sorgen
hier für ein kolossales Rock'n'Metal-Fundament, auf dem sich Sänger Hawk
mit seiner räudigen Röhre nach Herzenslust austoben kann... was der Mann
hier und auf den anderen neun Tracks abliefert, ist echt gigantisch. Wie
eine Mischung aus Lemmy, Bon Scott und Tim Baker screamt und röhrt er
sich förmlich die Lunge aus dem Hals!!
Und auch auf den folgenden Hammersongs wie "Firebird '76", "American
Dream" oder auch "Sweet Thing" lässt die quickfidele Band aus Seattle
nichts anbrennen und tischt einen genialen und sofort in Mark und Bein
schießenden Mix aus altem Heavy Rock ala AC/DC und Motörhead, derbem
Schweinerock ala Entombed und Hellacopters und kultigem NWOBHM ala Tank
und Raven auf, der mit tonnenweise Spielfreude, Spritzigkeit und Energie
für beste Laune bei allen ausgeflippten Headbangern sorgen dürfte.
Zero Down rocken auf "Good Times At The Gates Of Hell" so dermaßen
authentisch und entfesselt, dass man fast meinen könnte, sie hätten sich
auf die Aufnahmen vorbereitet, indem sie den "Stairway To Heaven"
raufgepilgert sind und im Metal-Himmel ein paar Biere mit Phil Lynott
und Bon Scott gezischt haben...
Ganz im Ernst, diese CD ist der ideale Soundtrack um mal wieder richtig
auszuflippen, bei voll aufgedrehter Mucke durch sämtliche Räume der
Wohnung zu springen, sich ein Bier nach dem anderen reinzupfeifen und
sämtliche Sorgen und Probleme für 40 enorm kurzweilige Minuten zu
vergessen und stattdessen voll und ganz im Rock'n'Roll-Delirium zu
versinken!! |